Staaten. Ihr wüthet für Habsburg gegen Italien undfür eure absoluten Landesherren gegen Euch selbst undglaubt eine deutsche, d. h. einheitliche Erhebung zu feiern!O auioirai)!s bonno llurneni!
Wie sie schreien werden — denn schreien ist ja dieParole und sie kennen den Zauber dieses Betäubungs-mittels — wie sie schreien werden, die Schurken undSchwachköpfe aller Abstufungen, über den Einzelnen dersich unterfängt mit frecher Sclbstgewißheit sein abstechen-des Urtheil als den Ausspruch des Menschenverstandesder Stimme einer Nation entgegenzustellen. Nun, es gibtsolche Gewißheiten, es gibt Ueberzeugungen, die in Ruheund Unbefangenheit abgewogen, das Bewußtsein in sichtragen, daß sie allein richtiger sehen, als eine rasende Ge-sammtheit, die am Ende auch nur von einigen Wenigengeführt, berauscht, gehetzt, sich einherwälzt. Und wersind sie denn, die sich auf die große Mehrheit, auf dieheilige Volksstimme berufen? Sind es die, welche ihrvon jeher gehuldigt haben? Nicht doch! Es sind die,welche von ewig her nur Hohn und Ungnade für dieöffentliche Meinung an den Tag legten, welche nie dasfreie Wort ertragen konnten, welche den beschränkten Un-terthanenverstand in zehnfache Bande zu schlagen fürunentbehrlich erklärten und das Recht klüger, besser undmächtiger zu sein als ganze Völker von einem Gott ge-erbt zu haben betheuerten. Jetzt aber, wo ihr sie braucht, diederben Arme der verachteten Massen, jetzt wo ihr nach eurenwohlüberlicferten geheimen Rezepten sie berückt habt, jetztsoll ich Ehrfurcht hegen vor der erhabenen vox xopuli?