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Vertrauliche Briefe aus dem Zollparlament : <1868 - 1869 - 1870> / Ludwig Bamberger
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Herzen pressen, sehen wir wie die Furche, welche daseilende Schiff im Wasser zieht, von der nächsten Welleverschlungen; von allem Guten und Bösen das wirsäen, bleibt keine Spur die unsern Namen trägt, undzur Unsterblichkeits-Auferstehung gehen wir ein indie Schieblade des Käsekrämers. Doch sagen wir ge-trost mit der lustigen Person, die uns nicht ganz un-verwandt ist:

Gesetzt, dass ich von Nachwelt reden wollte,

Wer machte denn der Mitwelt Spass!

Den will sie doch und soll ihn haben;

Die Gegenwart von einem braven KnabenIst, denk ich, immer auch schon was.

Ehedem griff ich wohl zur Broschüre; doch wardas in der stilleren Zeit vor 1866, da es noch gemäch-lich bei uns herging. Auch die Flugschrift ist heuteschon zu schwerfällig geworden für den Geschwind-schritt unserer Tagespräokkupation; sie passt übrigensweniger in den Geschäftsgang des auf Betrieb dauerhaf-ter Waare angelegten deutschen Buchhandels. So habich, um der raschen und ausgebreiteten Wirkung sicherzu sein, diese drei Jahre her mich immer wieder derLust ergeben, die erste starke Regung in die Tages-fluth hinausströmen zu lassen. Eine gute Gemeindevon etwa einem Dutzend rüstiger Blätter stand mirzu Gebote, um wie auf einer Reihe von Signalstationenquer durch Deutschland von Posen bis Nürnberg am