XIII
büchern aus Halle vertrieb und als man ihm seinePressen in Leipzig versiegelte, lachte, als er lange vorMagenta und Solferino und Ivöniggrätz den grossdeut-schen Chauvinisten im vollen zornbrüllenden Parla-mente zurief: „die Radetzky’s müssen geschlagen wer-den,“ lachte, als man ihm in Berlin die Pressen der„Reform“ zerschlug, und lachte noch lange am ganzenLeibe darüber, dass in der lieben Heimath die Wenig-sten sich dankbar erinnerten, wie er seit vierzig Jahrendas prophezeit und das vorbereiten half, was 1866vollbrachte, und wie er von Brighton her zum Auszuggegen Oesterreich blies als Berlin noch mitten iminnem Konflikt steckte.“ So etwa werden dann dieNekrologe in der Gartenlaube, mit Deinem Bildniss ver-ziert, sprechen, und irgend ein Biederer wird, um dasMass des Dankes voll zu machen, ein gutes Glas inseine eigene Gurgel giessen, auf dass Du hochlebestdroben in den elysäischen Gefilden. Indem ich dieseSchuld lieber jetzt bekenne, möchte ich noch Folgen-des hinzusetzen: Die Freiheit ist eine Tochter der Phi-sophie. Man prüfe nur ihre Geburtsakten und ihrStammbaum wird dies allenthalben ausweisen. Wenndas Schwerste vollbracht ist, die Köpfe gereinigt, dieFetische angebohrt sind, gerathen die Anfänge in Ver-gessenheit, die Enkel kehren gleissnerischen Blicks zu-rück zur respektablen Hochkirche, oder sie verläugnen