XII
Umständen dennoch unbeirrten Blicks sich für den ein-zigen Ausweg aus dem kleinstaatlichen Jammerthal er-klären, das war in der That eine dankenswerthe Anstren-gung. Es gehört zum Yerständniss der zunächst an meineWähler gerichteten Briefe, dass diese so beschaffenenthatsächlichen Voraussetzungen Dir gegenwärtig seien.
Wollte ich die Gründe alle aufführen, die mich be-stimmen, diese kleine Sammlung Dir zu widmen, sel-bige würde solchen Gründen gegenüber noch dürftigererscheinen als sie ohnehin ist.
Zunächst möchte ich nicht nach deutschem Lan-desbrauche warten, bis Du gestorben bist, um Dich zuloben (abgesehen von der Ungewissheit des Vortritts).Dann gewiss werden sie in allen unseren Zeitungen schrei-ben : „Er war einer der frischsten und unverdrossenstenMitbegründer jener aufrichtigen Denkfreiheit, welche dasFundament zur politischen Ermannung der Deutschenlegte, und er blieb an der Arbeit von seinem erstenEintritt in die akademische Laufbahn bis in die spä-ten Zeiten hinein, da er sich beschied, an fremderKüste im Schutz der Freiheit das Wohl der Seinen zubergen. Wie Arndt und Jahn und Jordan verfolgt undeingekerkert, liess aber er nicht sich mürbe machenzu einer frommen königstreuen Seele, sondern seinaristophanischer Geist lachte in den Kasematten, lachteals er herauskam, lachte als man ihn mit seinen Jahr-