I.
Geehrte Herren!
Sie kennen die Geschichte von dem sparsamenReichen, zu dem der Freund sagte: Wie mögen Sienur sich den geringsten Aufwand versagen, währendIhr Herr Sohn in Saus und Braus lebt? — Mein Sohnerwidert der Angeredete, hat einen reichen Vater, ichaber habe den nicht. — Das etwa ist in zwei Wortendas Verhältniss des deutschen Südens zum Norden. —Viele Bayern und Schwaben wissen, sie haben jenseitsdes Mains eine grosse, [gesittete fleissige Familie, diefür ihre Dummheiten und Unarten zahlen kann, undsie lassen sich’s wohl schmecken; sie ergeben sich nachHerzenslust den Scherzen ihres politischen Carnevals,des rotlien wie des schwarzen. Wollen Sie den hand-greiflichen Beleg zur Richtigkeit dieses Gleichnisses, soschenken Sie Ihre Aufmerksamkeit nur ein wenig denschlechten Spässen, mit denen eine Anzahl südlicherAbgeordneter ihr Wegbleiben aus dem Zollparlament