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Die Todesstrafe vor dem Reichstag .
Geehrte Herren!
Während die Ordnung des Tages in den Parla-menten dem Zolltarif, dem Verlagsrecht, dem Unter-stützungswohnsitz angehört, ist seit Wochen, ich möchtesagen, die Stille der Nacht einer Sorge anderer Artverfallen: der Todesstrafe. Und wer begriffe das nicht,wenn die Frage so liegt: ob das unter feierlichem Be-schluss vergrabene Richtbeil vom Reichstag mit eige-nen Händen wieder soll ausgegraben, oder ob soll zuGrabe gebracht werden die ganze Arbeit des Strafge-setzbuches? Herzensergiessungen ernster Stunden ha-ben mich eingeweiht in die schweren peinvollen Zwei-fel, von denen ob dieses Zwiespaltes die Gemüther ge-rade der Besten belagert sind. Mit erfasst, mit erschüt-tert, mit betroffen von dieser Noth des Denkens, schienes mir die Pflicht jedes Einzelnen, sich zur Klarheit