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Himmel ihre Blicke richten wollen. Diese Hauptspal-tung in zweierlei Verhalten zur neuesten deutschenGeschichte hätte aber doch nicht genügt, um dieAdresse so zu begraben, wie ihr geschehen ist. Dennim Grunde — und wir haben dies bei einem Anlasserlebt, von dem später noch die Rede sein wird undder Sie ganz speciell angeht — denn im Grunde be-steht die Mehrheit des Zollparlaments doch nicht ge-radezu aus absoluten Nichtswollern. Aber rechts undlinks von denen, welche das Mögliche rasch wollen,sitzen so allerhand Köpfe, welche entweder fürchten,man sei nicht vertrauensvoll und unterwürfig genuggegen die regierenden Mächte oder aber umgekehrt,man vertraue und huldige diesen zu viel, dergestalt,dass es schwer wird eine Majorität in geschlossenerBeilie vorwärts zu schieben, und dass dies namentlichsehr schwer ward gleich in den ersten Tagen, da mansich noch so wenig gegenseitig einander verstand undauf einander eingeschult hatte. Ich beharre dabei zudenken: die Mehrheit der Zollparlaments-Mitgliederwollte wenigstens annähernd so etwas wie eine Adresse(man müste ja sonst annehmen, der König von Preussensei am Ende noch fortschrittlicher als die Mehrheitder Deutschen, da er doch die Courage gehabt hat,eine Adresse an sie zu richten); aber als zu derAdresse „Vorwärts marsch!“ geblasen w r urde, da fand