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Vertrauliche Briefe aus dem Zollparlament : <1868 - 1869 - 1870> / Ludwig Bamberger
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nächst Annehmbare guthiess. Sie rettete damit, es istnach sorgfältigem Einblick in den Zusammenhang derDinge nicht zu viel gesagt, für diesmal die Existenzdes Zollparlaments. Das zeigte sich auch an den Fol-gen alsbald. Der gefährliche Ton der Unterscheidungzwischen Nord und Süd fand von jenem Augenblickan im Schoosse der preussischen Regierung wenigerErmunterung als bis dahin; denn diese war es bei-läufig gesagt, immerhin gewesen, die wahrscheinlichin der Adressfrage den verneinenden Ausschlag gegebenhatte; sie musste aber auch bei dem gefährlichen Gang,den die Tabaksfrage, unter der Fortdauer dieser falschenEingebung, genommen hatte, inne geworden sein, dasses an der Zeit war - , Einhalt zu thun und im Laufe derDinge eine nationale Wendung zu begünstigen. Bereitshatten sich die sonderbündlerischen Elemente, von jenenersten Hätscheleien ermuntert, so sein- aufgebläht, dasssie in allen Sachen das allein Massgebende zu seinbeanspruchten. Dieser Uebermuth von der einen,die bessere Erkenntniss von der andern Seite, führtendie denkwürdige Entscheidung des 18. Mai herbei, anwelchem unsere alte Jammerklage über die Trank- undZapfgebühr die Ehre hatte, zu einer Angelegenheit vonnationaler Bedeutung zu werden. Am Abend des 17.war mein Antrag vertheilt worden. Mit dem Frührothdes 18. stürmte Herr Moritz Mohl , der rastlose An-