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und hohen Staatslehren möchte abhanden kommen.Denn die Befassung mit diesen Letzteren ist, verglichenzu dem trockenen Studium der volkswirthschaftlichenEinzelfächer, etwas so leichtes und anziehendes, dasses jenen mehr schöngeistigen Gedankenrichtungen nie-mals an Jüngern gebrechen wird. Darum erscheintmir das Bestehen einer parlamentarischen Nationalver-tretung, in welcher jene schwierigen und genauen Sach-kenntnisse den ersten Rang behaupten, die Aller-Welts-Weisheit aber nur nebenher läuft, als ein solcher Ge-winn für die Ausbildung unseres politischen Berufs,dass ich darin ein gut Theil Trost gegen die augen-blickliche Dienstuntauglichkeit dieser Zollversammlungfinde. Ich möchte behaupten, dass in allen Tagen derVergangenheit nicht so viele Aufforderung und Gele-genheit zur Untersuchung dieser Fragen in Deutsch-land gegeben und benützt worden ist, als seit den an-derthalb Jahren, seit welchen an vierhundert seiner Volks-vertreter gezwungen wurden, sich mit Eisen, Baumwolle,Zucker, Salz, Tabak, Kohlen, Eisenbahnen, Glas, Papier, Bier, Branntwein, Wein, Ein-, Aus- und Durch-fuhr zu befassen. Doch muss leider auf diesen harm-losen Beruf die vernunftwidrige Spaltung der Nationin so vielerlei Länder und gesetzgebende Körperschaf-ten ihren verderblichen Einfluss ausüben. Der Wirr-warr der deutschen Staatsverfassung mordet uner-