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gegen 6,50 xrirus im Jahre zuvor, der durchschnittliche Silberkurs war2,40 pi'ims gegen 2,86 pi-iras im Jahre zuvor.
Diese auffallende Thatsache zeigt, wie ungemein bei unsicheren poli-tischeu und wirtschaftlichen Verhältnissen — ganz ohne Rücksicht auf diestaatliche Münzgesetzgebung — die Bevorzugung des Goldes sich steigert,und wie leicht durch diesen Unterschied, welchen die Welt zwischen Silberund Gold macht, eiu augeblich durch ein bimetallistisches System fest-gelegtes Wertverhältnis zwischen Silber uud Gold gebrochen wird. —
Die durchschnittliche Goldprämie des Jahres 1848 (18,31 °/«°) er-giebt mit der durchschnittlichen Silberprämie desselben Jahres (2,40 °/oo)ein durchschnittliches Wertverhältnis von 15,94 : 1.
Die durchschnittlichen Pariser Edelmetallpreise im Mai 1850 ergebeneine Wertrelation von 15,95 : 1.
Vom Jahre 1850 ab begann der Goldpreis zn sinken und statt eiuerPrämie auf deu Münzpreis eiueu Abschlag zu bedingen. Er erreichteseinen tiefsten Punkt im Jahre 1854 mit 4°/oo perts. In demselbenJahre war der durchschnittliche Kurs 3,07 °/oo xsrts.
Ju derselben Zeit begann der Silberpreis erheblich zu steigeu. Ererreichte seinen Höhepunkt mit 38,00 °/oo prims im Jahre 1864, seinenhöchsten jährlichen Dnrchschnittskurs im Jahre 1857 mit 30,85 °/vi, piims.
In dem Jahre 1864, als der Silberpreis am höchsten stand,war der höchste Goldkurs 4,50 °/oo xrime. Uuter der für das Goldgünstigsten Voraussetzung, daß dieser höchste Goldkurs mit dem höchstenSilberknrs zusammenfiel (beide Kurse dürften im Januar 1864 verzeichnetworden sein), berechnet sich das Wertverhältnis zwischen Silber und Goldfolgendermaßen:
Auf Grund eines Pari von 3.437 frcs. pro Kilogramm Feingold(seit 1854) stellte sich der Goldpreis bei einer Prämie von 4,50 <Voo auf3.452,47 frcs. pro Kilogramm Feingold.
Bei einem Pari von 218,89 frcs. pro Kilogramm Feinsilber stellteder Kurs vou 38" ov pi-ims eiueu Preis vou 227,21 frcs. dar.
Daraus ergiebt sich eine Wertrelation von 15,15:1.
Der für das Gold ungünstigste Jahresdurchschnitt fällt auf dasJahr 1857. Die Pariser Notierungen ergeben hier ein Wertverhältnisvon 15,33 :1.