— 60 —In 1000 Mark:
Perioden(im Jahresdurch-schnitt)
Goldproduktion
FrankreichsGoldeinfuhr
1871—1775
485.207
407.686
254.000
105.558
1876-1880
481.045
330.456
302.000
84.681
1881-1885
432.300
221.665
152.000
24.910
1886-1890
467.720
320.703
146.000
80.305
1891-1895
685.615
561.008
285.000
188.281
Im einzelneil ist zu den Übersichteil folgendes zu bemerken:
1. Deutsches Zollgebiet.
Die Genauigkeit der Nachweisungen unterliegt starken Zweifeln,namentlich für die frühere Zeit. Wie berechtigt diese Zweifel sind, er-giebt sich z. B. daraus, daß die starke Ausfuhr von Silberbarren währendder Jahre 1876—1878 in der Statistik nicht zur Erscheinung kommt.
Bis zum Jahre 1889, dem Jahre des Anschlusses der Hansestädtean den Zollverein, giebt die Statistik nur ungenügende Auskunft überdie Läilder, aus welchen Edelmetall eingeführt wurde. Die Goldeiufuhraus England erscheint bis zu diesem Zeitpunkt äußerst gering, und eineGoldeinfuhr aus den Vereinigten Staaten ist so gut wie gar nichtvorhanden.
Seit dem Beginne der 90er Jahre ist Deutschland in großem Um-fange der Vermittler der österreichischen und russischen Goldbezüge ge-worden. Die Goldansfnhr nach Österreich weist seit 1892 ununterbrochenbeträchtlich höhere Summen auf, als die Goldeinfuhr aus diesem Lande.Unser Goldhandel mit Nußland hat sich in ähnlichem Sinne verändert,aber er zeigt große Schwankungen, welche auf seine Abhängigkeit vongroßen finanziellen Operationen hinweisen.
Trotz ihrer Mängel im einzelnen giebt die deutsche Edelmetall-Statistikim großen Ganzen ein zutreffendes Bild von der Stellung Deutschlands im internationaleil Edelmetall-Verkehr.
Als eines der bedeutendsten Silberproduktions-Länder hat Deutsch-land fortgesetzt einen beträchtlichen, bis zum Jahre 1893 fast ohne Unter-brechung steigenden Silberexport zu verzeichneil. Von nun an tritt, über-eiustimmend mit der Abnahme der Silberproduktion, ein Rückgang derSilberausfuhr ein.