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Wie diese Übersicht ergiebt, bestanden die von Frankreich gegebeneilZahllingsmittel nur zu einem verhältnismäßig kleineren Bruchteil auseffektivem Goldgeld. Abgesehen von ganz unbedeutenden Summen deutscherLandesgoldinünzen und englischer Sovereigns gingen etwa 273 MillionenFranks ^ ca. 220 Millionen Mark in Napoleons ein.
Der größte Teil der Eingänge bestand aus Wechseln und Bank-anweisungen auf deutsche Plätze, in Thalermährung etwa 2016 Millionen,in süddeutscher Währung etwa 170 Millionen, in Hamburger Bankvalutaetwa 212 Millionen Mark, zusammen also ungefähr 2400 Millionen Mark.
Ein beträchtlicher Teil der Eingänge wurde ferner gebildet durchWechsel auf England . Diese überstiegen die Summe von 25 MillionenPfund Sterling ---- 500 Millionen Mark.
Auch die Wechsel auf Holland erreichten die Summe von ca.117 Millionen Gulden ca. 200 Millionen Mark. Die Wechsel aufBelgien beliefen sich aus ca. 144 Millionen Francs — ca. 1161/2Millionen Mark.
Außerdem wurden 264 V2 Millionen Francs in Noten der Franken-währung und 335 Millionen Francs in Silbermünzen der Frankenwährunggezahlt.
Die Zahlungen in deutschen Silbermünzen (ca. 23^/2 MillionenMark), in holländischem Silbergeld und englischen Banknoten waren nurunbedeutend.
Von diesen verschiedenartigen Zahlungsmitteln konnten die in effektivenGoldmünzen bestehenden direkt an die Münzstätten zur Umprägung inReichsgoldmünzen abgeführt werden. Aber diese Summe war bei weiteinnicht ausreichend zur Befriedigung des Prägebedarfes.
Von den übrigen Zahlungsmitteln eigneten sich zur Goldbeschaffuugam besten die Wechsel auf England. Da England Goldwährung hatte undGoldmünzen nnd Noten der Bank von England , welch letztere aus Verlangenjederzeit in Gold eingelöst werden müssen, allein bis zu jedem Betraggesetzliches Zahlungsmittel sind, konnte vermittelst der Wechsel auf London jederzeit bares Gold beschafft werden, wenn nicht im Wege des Ankaufsvon Goldbarren oder Goldmünzsorten auf dem offenen Markte, danndurch das Abwarten der Verfallzeit und der Einziehung des Erlöses inenglischen Goldmünzen.
Alle anderen Eingänge der Kontribution, die Wechsel und Bank-anweisungen auf deutsche und andere nicht-englische Plätze, ferner diedeutschen, französischen und holländischen Silbermünzen und die ver-