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Dagegen wurden an das Reich an Vergütungenfür das aus den goldhaltigen Silbermünzen ausge-schiedene Gold und Kupfer nach Abzug der Kostender Affinierung dieser Münzen gezahlt.....2.020.677,27 Mark,
sodaß nach Abzug sämtlicher Affiniernngs- undEinschmelzuiigskosten für das Reich ein Überschuß
aus den Goldvergütungen von....... 1.334.936,00 Mark
verblieb.
Nachweisungen über die Silberverkäufe.
Voröemerkmrgen.
Über die Silberverkäufe sind bisher nur die Nachweisungen für dieeinzelnen Jahre, von 1877 ab für die einzelnen Vierteljahre veröffentlicht.Zur Beurteilung des Einflusses der deutschen Silberverkäufe auf denSilberpreis erscheinen jedoch genaue Nachweisungen über den Umfang,den Ort, die Zeit und den Preis der einzelnen Verkäufe im höchstenGrade wünschenswert. Diese Nachweisungen sind in der folgenden Zu-sammenstellung gegeben.
Bis zum Ende des Jahres 1876 wurdeu die Verkäufe unmittelbarvom Reichskanzleramt selbst geleitet. Die Nachweisungeu für diese Zeitsind im Neichsschatzamt ausgearbeitet.
Vom Dezember 1876 an vermittelte die Reichsbank die Silber-verkäufe. Die Nachweisungen über diese Verkäufe sind von mir aus denbetreffenden Akten des Neichsbank-Direktoriums zusammengestellt.
Hinsichtlich dieser letzteren Nachweisungen ist zu bemerken, daß dieeinzelnen iu London bewirkten Verkäufe, für welche die Neichsbank ihrer-seits sich der Vermittelung der London Joint Stock Bank bediente, inihrem Erlös nicht nach deutschem Geld bestimmt werden konnten.
Die Verkaufserlöse wurden nämlich nicht einzeln realisiert, fondernwuchsen in dein „Reichssilberkonto" der London Joint Stock Bank zueiner einheitlichen Masse zusammen, welche vermittelst der Goldbefchaffungoder durch Abgabe von Tratten ans London , oder schließlich durch Über-tragungen auf den Reichsdispositionsfonds in deutsches Geld verwandeltwurde. Infolgedessen ist es unmöglich, genau zu bestimmen, wie viel indeutschem Geld die Erlöse aus den einzelnen Verkäufen betragen haben.