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Der Preisrückgang setzte sich im Mai in immer rascherem Tempofort, kam Ende des Monats auf 52 ä an und ging in der ersten Juni-hälfte bis auf 51hinab, um sich in der zweiten Junihälfte aufdieser Höhe zu halten.
Die Ursache des neueu Preisrückganges, der Mitte Juni zu einemkurzen Stillstand kam, waren größere deutsche Silberverkäufe und vorallem die erhebliche Steigerung der Couucilbill-Begebungen. Währendjedoch der Indische Rat trotz des neuen Silbersturzes mit seinen starkenBegebungen fortfuhr, schränkte die Reichsregierung ihre Silberverkäuseerheblich ein. Am 24. Juni, vielleicht schon am 15. Juni (das Datumläßt sich, da iu der Statistik des Reichsschatzamtes über die Silber-verkäuse der hier in Betracht kommende Verkauf gemeinschaftlich miteinem Verkauf uach Hamburg aufgeführt ist, nicht feststellen), schloß dieReichsregieruug für längere Zeit ihren letzten Verkauf in London ab, undzwar zu 51°Vs 6. Während des Ende Juni beginnenden stärkstenPreissturzes, welchen das Silber in jenem Jahre erlebte, hielt sie sichvollständig sowohl vom Londoner als auch vom Hamburger Markte zurück.
Dagegen setzte der Indische Rat seine Begebungen fort, selbst nachdemdas Silber in den letzten Tagen des Juni und den ersten Tagen desJuli von 51^/iv unter 50 ä hinabgesunken war. Am 5. Juli wurden53,6 Lakb/ Rupien zu einem Kurs von 1 sk 6'/s ä pro Rupie, einemKurs, der einem Silberpreis von ungefähr 49 ä entsprach, begeben. Zudiesem Kurs repräsentierten die 53,6 Lakh Rupien 413.000 F. Aufdiese starke Begebung von Councilbills zu so unerhört niedrigen Kursenfolgte eine Verschärfung der Silberentwertung. Am 7. Juli war 47 äbereits erreicht, und in den folgenden Tagen ging der Silberpreis nochweiter hinab bis auf 46^4 ä.
Das war die Panik, welche feit dem Beginn des Jahres aus derallgemeineil Stimmung heraus mit Sicherheit zu erwarten war. Dieverzweifelte und thörichte Furcht, der Silberpreis könne ins unendlichestürzen, mußte die Oberhand gewinnen, um ihre eigene Grundlosigkeitklar zu zeigen. Die Panik war notwendig, um den Londoner Silbermarktdarüber zu beruhigen, daß die Verkäufer von Silber, namentlich diedeutsche Reichsregieruug, nicht gewillt seien, um jeden Preis ihr Silber
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i Lakh 100.000.