Teil eines Werkes 
2 (1898) Beiträge zur Geschichte der deutschen Geldreform / von Karl Helfferich
Entstehung
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AovSrnmöQt, ^vtio solä 70.000 F at 50'/4 oV". In der folgenden Wochebrachte Deutschland 100.000 F zum selben Preise unter.

Es trat dann eine leichte Ermattung des Marktes, und ein Nach-geben des Silberpreises bis auf 50^/is ä ein. Aber trotzdem blieb diegünstigere Gestaltung des Silbermarktes, welche den Silberpreis seit derzweiten Märzhälfte von ck soweit gehoben hatte, unverkennbar.

Da kam plötzlich die Nachricht, die deutsche Regierung habeihre Silberverkäufe suspendiert. In der That wurde die Lon-don Joint Stock Bank am 19. Mai telegraphisch angewiesen,die Silber-verkäufe einstweilen einzustellen".

Es ist auffallend, daß diese Maßregel vom Silbermarkt sofort inihrer vollen Tragweite aufgefaßt wurde, nicht aber von der London JointStock Bank. Letztere meldete am 30. Mai der Reichsbank eine Offerte,worauf ihr bedeutet wurde, sie sollebis aus weiteres" jede Offerte ohneRückfrage ablehnen. Offenbar hatte sie also die Suspendierung der Silber-verkäufe nur als eine zeitweilige Unterbrechung aufgefaßt.

Der Silbermarkt zeigte auf die Nachricht von der Suspendierungder deutschen Verkäufe einen lebhaften Aufschwung. Der letzte deutscheVerkauf hatte zu 50^/t ä stattgefunden. Mitte Mai notierte Silber50 ä. Bis zum Ende des Monats stieg es nun auf 51 ä. An undfür sich war dieser Preisaufschwung um 1^/s ä als Antwort auf dieZurückziehung des deutschen Silberangebots, welches nach der weit ver-breiteten Meinung allein oder wenigstens überwiegend die Reduktion desSilberpreises von 61 aus 50 ck und weniger verursacht haben sollte,außerordentlich schwach und unbedeutend; trotzdem fehlte es damals schonnicht an nüchternen Warnern, welche bereits das Wenige für zuvielhielten. Der Ekonomist vom 31. Mai schrieb:

It skoulck not torSottev., tliat ^ve liave i-sesiveck vsr^ littlssilvsi' ti-niv. (AsrrQÄN^ koi- a eonsicksralzls tims past."

Charakteristisch für die Gestaltung des Silbermarktes nach der Ein-stellung der deutschen Verkäufe sind überaus heftige Preisschwankungen.

Im Juni setzte der Silberpreis zunächst seine steigende Bewegungfort bis auf 52^/g ä; als Grund nennt der Ekonomistto.e impi-ovsäcksraanck kor Lastern ootton, sillc anä incliAo . . . dut tks stopxaKS oktns (^srman suppliss nas nack to cko tar rnors ^vltli it."

! ?ixls^ Änä ^dsll 8. Mai 1879. Deutschland verkaufte an diesem Tage imganzen 100.000 F.