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An Reichssilbermttnzen waren bis zum Ende des Jahres 1897 —abzüglich der Einziehungen — etwa 494^4 Millionen Mark ausgeprägt.Ein Abgang durch Verschleuderung kann nur bei den kleineren Stücken,den Zwanzig- und Fünfzigpfennigstücken, ins Gewicht fallen; von diesenMünzsorten wurden nur etwas über 100 Millionen Mark ausgeprägt.Es kann also nur ein Abgang von wenigen Millionen Mark in Betrachtkommen, sodaß der thatsächlich vorhandene Vorrat von Reichssilbermünzenauf 490 Millionen Mark veranschlagt werden darf.
Wie die Einziehungs-Ergebnisse der früheren kleinen deutschen Münzenzeigen dürfte bei den Nickel- und Kupfermünzen ein stärkerer Abganganzunehmen sein. Die Nettoprägungen dieser Münzen haben Ende 1897den Betrag von 69,2 Millionen Mark erreicht, von denen wohl etwa65 Millionen Mark als thatsächlich vorhanden angenommen werden dürfen.
Wir erhalten demnach für Ende 1896 folgendes Bild des deutschenMetallgeld-Bestandes:
1) Reichsgoldmünzen.........2.635
2) Gold in Barren und fremden Sorten . . 305
zusammen 2.940
3) Thaler............. 380
4) Reichssilbermünzen.........490
5) Nickel- und Kupfermünzen.......65
Summa 3.875
Die folgende Übersicht giebt eine Vergleichung dieses Bestandes mitdem Metallgeldvorrat beim Beginn der Münzreform und am Ende desJahres 1879.
Zeitpunkt
Goldgeld
SilbergeldMill.^ °/o
Nickel-undKupfer-münzen
Mill.^ °/°
GesamterMetall-geldvorrat
Will,
deutslGoldmü
Mill.^c
he
nzen
°/o
ausl.G,münzu. Bar
Mill.^«
>ld-n
»VN
°/°
ZusammenMill.^ °/°
Beim Beginnder Münz-reform . .Ende 1379Ende 1896
961.4692636
4,860,068,0
16060306
7/i2,6^,!>
2461.6302.940
12,462,676,9
1.736876870
87,436,722,2
3,64666
0. 2
1. -^I.v
1.9862.4503.876
' Siehe S. 107 den starken Prozentsatz des Abganges der Silbergroschen undder halben Silbergroschen.