allgemeine Forderungen, welche gestellt worden sind. Man hatdie Verstaatlichung von zwei Gesichtspunkten aus verlangt,erstens, um dem Reiche den Vorteil zuzuwenden, den bis jetztdie Privatleute als Aktionäre hätten. Ich gebe sehr gern zu:das ist ein diskutabler Standpunkt. Unser Kollege Graf Mir-bach , der heute, glaube ich, nicht hier ist, hat in einer veröffent-lichten Auseinandersetzung diesen Standpunkt auch ganz einzigaufrechterhalten; darüber lässt sich reden. Warum soll man nichtstreiten können, ob die Bank nicht so verstaatlicht werden könnte,dass auch die ein oder zwei Millionen, die jetzt nach demneuen Plan herausfallen, dem Reich gehören könnten? Ichglaube, der Herr Bankpräsident und der Herr Kollege, dervor mir darüber gesprochen hat, haben schon zur Genügeden Punkt behandelt. Ich möchte nur auf eins aufmerksammachen.
Die Herren, welche vorrechnen, dass hier aus dem Zettel-monopol ein Teil des Nutzens an Aktionäre abgegeben werde,begehen in der Regel den Irrtum, dass sie glauben, der ganzeProfit der Bank werde aus den ungedeckten Noten genommen,aus dem Zettelmonopol. Aber das ist ein grosser Irrtum. Dieungedeckten Noten bilden ja nur einen verhältnismässig ge-ringen Bruchteil des ganzen werbenden Kapitals der Reichsbank;der grössere Teil besteht aus der Bardeckung, aus dem Kapital,und besteht aus den Einschüssen der Girogläubiger, die auchihr Kapital in die Bank legen. Sie haben ja gehört, dass imletzten Jahr die ungedeckten Noten nur beinahe 3 Prozent desganzen Bankvorrats waren, dass bis zu 97 Prozent gedecktwaren. Also aus diesem Monopol, ungedeckte Noten auszu-geben, entspringt der grosse Teil des Nutzens gar nicht; erentspringt ganz einfach aus dem geschäftlichen Betrieb, daraus,dass die Bank eine Aktiengesellschaft ist wie jede andere, diemit ihrem Kapital und mit dem, was ihr anvertraut wird, zumBesten des Landes Geschäfte macht.
Also selbst dieser Grund, den man für die Rechtsfrage
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geltend machen könnte, ist meiner Ansicht nach nicht durch-schlagend.
Meiner Ansicht nach haben die verbündeten Regierungenganz richtig gegriffen; sie haben sich gesagt: es ist an dem