denjenigen, zu denen ein jahrelanges ernstes Studium er-forderlich ist, um sich überhaupt über dieselbe uur äußernzu dürfen." Vergleiche man damit deu Ausspruch desAbg. Dr. Arendt in seinem neuesten Leitfaden der Währungs-frage, Vorwort, wo es heißt: „Dabei wird meist die ge-flissentlich verbreitete Meinung ausgesprochen, daß dieWährungsfrage ganz besonders schwer zu begreifeu sei.Allerdings ist alles gethau, um die Frage künstlich zu ver-dunklen. (310!) Trotzdem ist es meine Ueberzeugung, daß esleichter ist, die Währungsfrage zu begreifen, als sich ein Ver-ständnis der meisten anderen Wirtschaftsfragen anzueignen."^i-ersten Angriff- Zur Zeit, als die ersten noch auf engere Kreife be-1 gegen die re- schraMen Widerstaudsversuche aeaen die Durchführung der
lormierte deutsche ' ^ ^ . >
Miwjverfassung! deutschen Münzreform gemacht wurden, gingen dieselben«egen^heutig-^n Auffassung aus, welche sich geradezu in umge-
kehrter Richtung bewegte wie die heute beliebte. Damalsbegeisterte man sich nicht für die Gleichstellung des Silbersnlit deni Golde, sondern man behauptete nur, es werdenicht möglich sein, die Goldwährung durchzuführen. Damalswagte man noch nicht zn bestreiten, daß die einfache, aufGold basierte Währung das Wünschenswerte sei, man ver-meinte nur, dieses Ziel sei unerreichbar. Die einen be-haupteten, Deutschland werde nicht im Stande sein, Goldgenug an sich zu ziehen, um seinen Umlauf damit zusättigen; die andereu meinten, es würde das angezogeneGold nicht festhalten können; und diejenigen Anhänger desSchutzzolls namentlich, welche jetzt so oft die irrtümliche Be-hauptung aufstellen, daß nur die Freihändler für Gold-währung feien, machten damals, als der schutzzöllnerischeTarif bei uns eingeführt wurde, gerade zu dessen Ehregeltend, daß er unter anderein den Beruf habe, durch dieSicherung eiuer activen Handelsbilanz Deutschland imBesitze des nötigen Goldes zu erhalten. Jetzt, da es im