Laufe der Jahre gelungen ist, die Verkehrsadern des deutschen Umlaufs derartig mit Gold zu sättigen, daß überall fürdas tägliche Bedürfnis reichlich gesorgt, und der Vorratan Gold in der Reichsbank jahraus, jahreiu so hoch ist,daß der Zinsfuß feit Jahren auf außerordentlich niedrigemDurchschnitt sich bewegt, mußten natürlich die Warnungs-rufe vor dem Abfluß von Gold und vor dem Mangeldesselben in Deutschland verstummen. Jetzt kehrt man denSpieß um. Während es ehemals iu deu Angriffen gegenunsere Währuug immer hieß, Deutschlands Geldumlauf seidadurch gefährdet, daß es noch zu viel Silber besitze, gehtjetzt der. Ruf dahin, daß es nicht Silber genug habe. Solange der deutsche Goldvorrat noch nicht auf die Höhe ge-kommen war, die er seit den letzten 4—5 Jahren stetigerreicht hat, wurden immer die Gefahren betont, welchedavon herrühren sollten, daß Deutschland noch so vielSilbergeld besitze, uud daß dieses Silbergeld wegen seinerUnterwertigkeit ein unsolides Umlaufsmittel darstelle; jetztunigekehrt soll dieses unterwertige Silbergeld noch mehrherangezogen werden, und dies ist um so erstaunlicher, alsgrade die Eigenschaft der Unterwertigkeit seit der Zeit, woman vor ihr warnte, in ganz ungeheurem Maße zuge-nommen hat. Als die Gegner der Goldwährung Anfangder achtziger Jahre dadurch Schrecken zu verbreiten suchten,daß sie behaupteten, Deutschland leide an einem Uebermaßvon uuterwertigem Silber, bewegte sich das letztere inPreisen, die nur halb so viel Verlust gegen seinen früherenWert darstellten als heute.
So hat man sich denn von einem Gegensatz in den W-chs-l >>« An-anderen gestürzt. Zuerst behauptete man, Deutschland ,verde°"^"!°^°"""
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seme Münzreform mcht durchführen können, und jetzt, wo gest-m-n Jnt-r-es ihm gelungen ist, behauptet man, sie sei vom Uebel und ^-n-müsse wieder rückgängig gemacht werden. Ehemals berief
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