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Heinistätten zurückfließt. Aehnlich verhält es sich mit den-jenigen Beträgen, welche zur Ausgleichung von Rechnungs -überschüssen aus einem Land in's andere gebraucht werden.Auch hier sind es nur besondere Konjunkturen, aus denensolche Bedürfnisse entspringen, z. B. ein Mißwachs, welcherzur Folge hat, daß mehr Getreide vom Ausland be-zogen wird, als nach den Gewohnheiten herkömmlich ist,und wofür die regelmäßigen Beziehungen des Austauschesmit den fremden Produktionsländern die Mittel an dieHand geben. Aber es ist bekannt, daß auch solche un-gewöhnliche Abflüsse alsbald ihren Rückschlag ausüben, dadas Gleichgewicht in der Verteilung der Geldmittel zwischenden einzelnen Länderu sich nach den Gesetzen des Verkehrsvon selbst herzustellen bestrebt ist. Da wo durch über-mäßigen Zuwachs Ueberfluß entsteht, folgt Niedergang desZinsfußes und Steigerung der Preise, umgekehrt am Aus-gangspunkt des ungewöhnlichen Abflusses Steigen desZinsfußes und Fallen der Preise, und durch beide Ver-änderungen in ihrem Zusammenwirken wird nach einigerZeit das Gleichgewicht wieder hergestellt.
So ist es gekommen, daß seit Dezennien langdauernde Geldkrise,, mitStörungen von verhängnisvoller Wirkung in einem zivili- v°rh-°«nd-r
» ^ ' ' ' f - Wirkung deshalb
stertenLande nnt emlosbarenPapierzeuhen nicht vorgekommen heut- kaumsind. Wie die Hungersnöte durch Mangel an Getreide in'"°a"ch- Beispiel-den zivilisierten Ländern vergangene Erscheinungen sind, so d^Haus-s^haben auch die verheerenden Geldkrisen, welche nicht mitHandelskrisen und Spekulationskrisen zu verwechseln sind,ihren Schrecken verloren. Das Solidaritätsgefühl dergroßen Handelsländer hat sich sogar soweit vervollkommnet,daß schon im eigenen Interesse die großen Institute deseinen Landes denen des anderen zu Hilfe eilen, wenn eineallzu starke Verschiebung durch Aufhebung des Gleich-gewichts Wirbelstürme zu entfesseln droht. So hat vor
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