Nicht aus gelehrten Abhandlungen oder aus denEr-Zigebnissen von Untersuchungskommissionen ist die Richtunghervorgegangen, welche die Länder zum Trachten nach deralleinigen Goldwährung hintrieb, sondern einzig und alleinaus der Einsicht und dem Geschmack des Publikums, welchesunter der Gunst der Umstände dnrch die Erfahrung dieAnnehmlichkeit und die Vorzüge dieser Münzart schätzenlernte. Wenn die Silberfreunde meinen, nur die gesetzlicheAusschließung des Silbers aus dem Bereich der freienPrägung habe dasselbe zurückgedrängt, und damit erst dervermehrten Produktion desselben den Weg in die Aderndes Verkehrs verlegt, so befinden sie sich damit in einemIrrtum, der Ursache uud Wirkung mit einander verwechselt.Nicht weil das Gesetz der Silberprägung Schranken gezogen,hat das Silber an Verwendbarkeit verloren, sondern weilman es nicht mehr verwenden wollte, hat das Gesetz sichentschließen müssen, Schutzmaßregeln gegen den übermäßigenZudrang zu ergreifen. Der Beleg für die Richtigkeitdieser Auffassung ist schon deutlich durch die Vorgänge inAmerika , welche oben geschildert wurden, beigebracht. Hierhat man ohne Rücksicht auf den Bedarf große MengenSilbers von Staatswegen angekauft und ausgeprägt,aber der Verkehr hat sich hartnäckig geweigert, sich diesesGeldes zn bedienen. In Amerika hat man sogar eineErfahrung gemacht, welche, ähnlich wie wir es z. B. inFrankreich mit dem Golde erlebt haben, auch am Papier zeigt,daß, sobald dem Publikum Gelegenheit geboten wird, sicheines bequemeren Zahlmittels als des früheren zu bedienen,seine Neigung und Gewohnheit alsbald diesem bequemerenMittel sich zuwendet. Wenn in den Vereinigten Staaten auch das Gold selbst wenig gebraucht und dafür denverschiedensten Geldzeichen der Vorzug gegebeu wird,so rührt dieser Zustand zumeist davou her, daß in
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