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Die Stichworte der Silberleute / Ludwig Bamberger
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SpeziellerHi»»>«iz Betrachten wir nun aber einmal des Näheren, wieW-!.^ber"h°t sich der angebliche Preisdruck auf das Getreide für Deutsch-gar keine Silber- land dadurch vollziehen soll, daß in bestimmten Ländernwährung^Das ei" minderwertiges Geld in Umlauf ist. Hier kommen nurSchwanken des zwei Länder in Betracht, Rußland und Ostindien. Alle?ä7g°g7°mPr^- anderen großen Produktionsländer, die uns Getreide schicken,g°ng des Silbers, haben die Goldwährung, namentlich Nordamerika undqn°n?d°r7im°-Austr Denn wenn in Nordamerika auch große

talliftischen F°r- Mengen von Silber im Staatsschatze liegen und inMd7r"egm.g durch Form von Silberzertifikaten im Verkehr sind, so istThatsachen , uubestrittenermaßen doch allein der Goldwert des Dollarsder Maßstab für alle Berechnungen und darnach preis-bestimmend. Was nun Rußland betrifft, so kann unbedingtdieses nicht als ein Land der Silber- oder der Doppel-währung bezeichnet werden. Der Preis des Silbers hatauf den russischen Rubel nicht den geringsten Einfluß, erkauu überhaupt auf den Wert des Geldes nur Einflußhaben, wo freie Silberprägung besteht. Schon wo Silbernur von der Regierung ausgeprägt werden kann, richtetsich der Wert des Geldes nicht nach dem Werte desSilbers. Uni so weniger geschieht das da, wo dieRegierung überhaupt seit Jahr und Tag aufgehört hat,von ihrem eigenen Prägnngsrechte für das SilberGebrauch zu macheu. So war es iu Oesterreich, seit-dem dort die Regierung ihre Prägungsanstalten demfreien Verkehr geschlossen hatte, so ist es in den Länderndes lateinischen Münzbundes und in Deutschland , ob-wohl in allen diesen Ländern in verschiedenen Quan-titäten noch Silbergeld iu Umlauf ist. Um wie vielmehr gilt dies für Rußland , wo das vor Jahren ge-prägte Silbergeld auch im Verkehr gar nicht zu sehen ist.Hier habeu wir es einzig und allein mit einem uueiulös-bareu Staatspapiergeld zu thun, das massenhaft ver-