mehrt worden ist, weil der Staat nicht Metallgeld genugaufbringen konute, um seine laufenden Bedürfnisse undseine Schulden zu bezahlen. Der Papierrnbel schwanktin seinem Zahlungswert nach Innen und nach Außenunabhängig von dem Preisgang des Goldes oder desSilbers je nach Umständen, die von den Bewegungendes Edelmetallmarktes total unabhängig sind; und wennheute ein internationaler Doppelwährungsvertrag zwischenallen westeuropäischen Staaten und Amerika mit oderohne England zu Stande käme, so würde darum derRubel nicht aufhören, mehr- oder minderwertig hin undher zu schwanken, je nachdem die russische Regierung mitihrem Papiergeld glücklicher oder unglücklicher operirte oderdie Handels konjunkturell günstiger oder ungünstiger fürRußland ständen. Angenommen also, es wäre wahr, wasentschieden verneint werden muß, daß wegen des Umlaufseiues minderwertigen Geldes in einem fremden LandeDeutschland die Verschlechterung seines eigenen Geldesin Betracht zu ziehen hätte, so würde gefolgert werdenmüssen, Deutschland hätte sich ein Geld zuzulegen, dessenWert in fortlaufender Uebereinstimmung mit dem jenesfremden Landes sich bewegte. Im gegebenen Fall müßteDeutschland nicht nur uneinlösbares Papiergeld macheu,sondern auch alle Operationen, welche die russische Re-gierung mit ihrem Papiergeld vormähme, in gleichem Schrittund Tritt befolgen. Daß dies zu einem Unsinn führt,liegt auf der Hand. Es ist überhaupt einer der verrück-testen Gedanken, den die Doppelwährungs-Agitation ansLicht gefördert hat, daß ein Land nicht darauf bedacht seinmüsse, eine sichere, vollwertige Münze zu haben, sondernumgekehrt vor allem zu sorgen habe, eine ebenso schlechtezu besitzen, als irgend ein Land, mit dem es in Handels-verbindungen steht. Und dennoch ist dies die Quintessenz
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