der Behauptungen, mit welchen jetzt die Anhänger derDoppelwährung am meisten operiren. Bald behaupten sie,die Ausfuhr unserer Fabrikate leide dadurch, daß dasmiuderwcrtige Geld gewisser Länder, nach denen wir expor-tieren, unzulängliche Preise für die Waren biete, bald, wieim Fall von Rußland , daß das minderwertige Geld eineunerträgliche Konkurrenz der Einfuhr begünstige. Wennsich das alles so verhielte, so bliebe nichts übrig, als sichnach allen Seiten hin in die Konkurrenz um die Herstellungeines schlechten Geldes zu begeben. Während es, so langeeine Kultur besteht, als die Aufgabe eines Staates ange-sehen wurde, ein möglichst gutes und vollwertiges Geld zuhaben, würde das Gegenteil jetzt als höchste Staatsweis-heit ausgegeben. Thatsächlich stimmen auch die Erlebnissebeispielsweise der letzten Jahre gar nicht mit den Angabenüberein, welche diese vermeintlichen Mißstände auf dieinternationalen Geldverhältuisse zurückführen. Es ist obenschon daran erinnert worden, wie die Getreidepreise inFolge der schlechten Ernten gestiegen sind, ohne daß derKurs des Rubels im Einklang damit sich bewegt hätte,und die Klagen der Landwirte, als deren Ursache man dieEutwertung des Papierrubels hinstellt, haben nicht auf-gehört, selbst als Rußland die eigene Aussuhr verbot.Früher erhoben sich dieselben Klagen auch gegen die öster-reichische Einfuhr niegen des österreichischen Papiergeldes,und die Klagen wegen der österreichischen Konkurrenz sindnicht verstummt, obwohl seit langen Jahren das öster-reichische Papiergeld in Folge einer weisen Einschränkungder Negierung vor Entwertung oder großen Schwankungenbewahrt blieb und schließlich durch die in Oesterreich an-gebahnte Münzreform auf einen dem Golde für die Zu-kunft gleichen oder annähernd gleichen Wert gebrachtwerden soll.
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