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Das einzige Land, von dem man mit einem Schein Cp^uerHimoci-von Recht behaupten könnte, daß vermöge seiner Silber- °»f Ostindien.Währung ihm die Getreideausfuhr nach anderen Ländern ^urr-nMdig«-.!'erleichtert werde, ist Ostindien. Wir haben schon erwähnt, W-iz°»imp°rtdaß die direkte Einfuhr ostindischen Weizens nach Deutsch- Val!tta"wdemland verhältnismäßig klein ist. Dagegen wird eingewandt, ^rch besonder-nichtsdestoweniger sei die Wirkung der Konkurrenz iudi- H°'nd"is^scheu Weizeus sehr bedeutend, weil dies Getreide auf dem^t. Allgemein-Weltmarkte hauptsächlich nach England komme und der j"^1>°e"d°be^inPreisdruck, den es daselbst ausübe, auch auf die deutschen ^°°bt -°mmen.Preise wirke. Beiläufig gesagt, kann dies alles nur geltenvon der Getreidesorte Weizen, da Indien keinen Roggenbaut, welcher eine so großeMolle in dem Getreideverbrauchund Import Deutschlands spielt. Doch soll nicht geleugnetwerden, daß der Preis des Roggens selbst auch mit vomPreis des Weizens abhängt und dadurch mittelbar unterdem Einfluß der Ausfuhr aus Ostindien steht. Wenn nunauch der indische Weizen einen namhaften Anteil an derGetreidezufuhr Englands hat, fo überwiegt doch in hohemMaße die Zufuhr dieser Ware aus anderen Ländern.-)Man kann darüber streiten, in welchem Verhältnis dieheimischen indischen Preise den gesamten Durchschnittspreisder von allen andren Seiten zufließenden gleichen WarenHerabdrücken. Eine volkswirtschaftliche Auffassung, welcheviel für sich hat, behauptet, daß in einem solchen Fallenicht das wohlfeilst produzierende Land, sondern dasteuerst produzierende den Weltmarktpreis bestimme. Dennwenn das wohlseilst produzierende Land nichtallein so viel auf-brächte, daß es beispielsweise den Bedarf Englands allein
Der gesamte Getreideexport nach England betrug im Jahre1892 65 Millionen Centncr in Form von Getreide und 22 MillionenCentner in Form von Mehl. Der indische Weizen war daran nurmit 121/2 Millionen Centner beteiligt.
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