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aus falsch wäre, aber selbst auch bei seiner Annahme denZweck der Silberfreunde nicht erreichen würde.Di-Gründ-siir In Wahrheit ist man auch auf den Notbehelf, mitl^t aller wettet stch dieser und mancher andere ihm verwandte Vor-Versuche dieser schlag eingeführt hat, nur gekommen, weil man daran ver-hebe V»7«us der <^°^s^^ ^mge unentbehrliche Großstaaten und namentlichBrüsseler İn- England zur Hauptsache, nämlich der internationalen Doppel-f-renz, währungs-Verbrüderung, zu bestimmen. Es ist charakter-istisch, daß auf der letzten Konferenz in Brüssel , die aus-drücklich mit dem Verzicht auf den Bimetallismus zu Standegekommen und angeblich nur auf die Suche nach Hebungdes Silberpreises gmchtet war, die großen Silberfreundedoch immer wieder in die Anpreisung der internationalenDoppelwährung verfielen, und von ihrem Standpunkte ausmuß man das vollkommen begreifen. Wenn die Doppel-währung richtig und ausführbar wäre, so könnte sie wenigstensihrer Meinung nach das vorgesetzte Ziel erreichen; die Hebungdes Silberpreises aber allein durch solche künstliche und unzu-längliche Mittel, wie Ankauf auf gemeinschaftliche Kostenoder Unterdrückung der kleinen Goldmünzen, ist von vorn-herein ebenso unzureichend wie falsch. Daher werden alleneuen Versuche, auf die eine oder andere Weise den Gang,welchen die Entwickelung des Geldwesens seit zwanzig Jahrengenommen hat, umzukehren, auch in Zukunft vergeblichsein. Nichts ist charakteristischer, als daß die VereinigtenStaaten , auf deren Verlangen die Brüsseler Konferenz be-rufen worden war, auf derselben erschienen, ohne auch nurden Schatten eines positiven Vorschlags sür gemeinsameBeschlüsse mitzubringen. Und dieses Schauspiel hat sichsoeben wiederholt: das Kabinet von Washington hatte inBrüssel thatsächlich jüngst beantragten Ausführung der letztenBeschlüsse vom 17. Dezember die Konferenz am 30. Mai wiederzusammentreten zu lassen. Darauf erging von Brüssel aus
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