gegenüber denen eines sich nach oben bewegenden für Handelund Verkehr behauptet worden ist, wendet man hier auch aufdas Verhältnis vom Schuldner zum Gläubiger au. Mansagt nämlich, Silber ist in fallender Bewegung, Gold in stei-gender; für den Schuldner ist es vorteilhafter, daß dasMetall, in dem er zu zahlen hat, herabgehe und so seine Lasterleichtere. Der Schuldner aber, heißt es weiter, ist der in-teressantere Teil der Bevölkerung, und wenn doch für den einenoder andern Teil Partei ergriffen werden soll, so ist es besser,den Schuldner durch das Münzgesetz zu begünstigen, als denGläubiger. Dabei geht man von der Voraussetzung aus,daß der Schuldner deshalb der interessantere, weil er derärmere Teil sei. Aber auch das ist gauz falsch. ImDurchschnitt wird der Schuldner der vermögendere sein.Denn Schulden, namentlich auf läugere Zeit, entstehendnrch Geldbeträge, welche vom Gläubiger dem Schuldneranvertraut werden. Dieses Vertrauen bringt aber derAermere dem Reicheren, nicht der Reichere dem Aermerenentgegen. Alle Ersparnisse, welche die unbemittelten unddie mäßig wohlhabenden Stände zur Besserung ihresLebens für die Tage der Not zurücklegen, vertrauen siesolchen Leuten und Anstalten an, deren Vermögenszuständeihnen Vertrauen einflößen; und wie in diesem Fall, wiebei Sparkassen und Lebensversicherungen und vielen ähn-lichen Verbindungen verhält es sich mit dem ganzenJnvalidenwesen, mit Pensionen. Witwengehalten, Be-soldungen überhaupt, und die Zahl und Masse solcherSchuldverhälnisse, wo der Gläubiger der Aermere ist,bilden einen unendlich viel größeren Teil des Ganzen alsdie entgegengesetzten Fälle. Denke man auch au die Mengebescheidener Familien, die in einem Wertpapier ihre Er-sparnisse anlegen, das an Kapital nnd Zins bei vermin-dertem Geldwert in geringerein Maße ausbezahlt würde,
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