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sowohl ihr Einkommen als ihr Kapital bemißt, so strebensie ungeduldig nach einer Steigerung der Knrse; und dieallgemeine Politik der silbererzeugenden Länder läßt sichgern von demselben Gesichtspunkt beeinflussen. Die Dele-gierten Mexikos in Brüssel machten sich eine Ehre aus ihrerFürsorge für eine Industrie, welche in ihrer Heimat allenanderen voransteht. Die Delegierten der Vereinigten Staaten andererseits verwahrten sich dagegen, daß sie, indem sieden allgemeinen Bimetallismus befürworteten, an die Pro-duzenten dächten; und man muß anerkennen, daß ihreBeweisführung nicht ohne Gewicht war. Sie sagten: „DerGesamtwert der Producte unserer Landwirtschaft, unsererIndustrie, unserer Minen und unserer Wälder beträgt etwa13 Milliarden Dollars (67 Milliarden Francs,) währendunsere Silberproduction nur 50 Millionen Dollars beträgt.Was bedeutet denn unser Silber im Vergleich zu unseremEisen (150 Millionen Dollars,) unserer Steinkohle (170 Will.Dollars,) unserer Baumwolle (300 Mill. Dollars,) unseresHafers (230 Millionen Dollars,) unseres Getreides(500 Millionen Dollars,) unseres Mais (336 MillionenDollars im Jahre 1891)?"") Schön! belästigen wir nichtmit unserem Beileid die Opfer, welche sich so in ihrSchicksal ergeben erweisen, und die so vortreffliche Gründedafür haben.
Nach den Produzenten kommen die Besitzer des ent-werte cn Metalls. An den 200 oder 250 Millionen Kilo-gramm, welche die Gesamtproductiou der Silberminenseit 400 Jahren darstellen, fehlt alles, was das Abreiben,alles i?as Schiffbrüche , Feuersbrünste, industrieller oder
5) Man vergleiche in den Protokollen der Brüsseler Müuz-konferenz die Rede von Mac-Creary S. 1VS, und auch die Rede vonJoncs S. 353.