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Die Stichworte der Silberleute / Ludwig Bamberger
Entstehung
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anderweitiger Verbrauch endgiltig beseitigt haben; aber derRest ist nicht zu verachten. Frankreich z, B. besitzt in Form vongemünzten Geldstücken und Silbergeschirr für mehrere Mil-liarden Silber, und wenn man infolgedessen unsere Verlustezu schätzen versucht, so kommt man dahin, sie mit Hunderlenund aber Hunderten von Millionen zu beziffern. Indessen,so lange der gegenwärtige Stand der Dinge aufrecht er-halten bleibt, wird das nur, so zu sagen, ein in derIdee vorhandener Verlust sein, uud das Gleichgewichtkeines Budgets, sei es ein Staats- oder Privatbudget,wird dadurch gestört werden.

In der dritten Gruppe ist es die Störung der inter-nationale» Beziehungen, über die man sich vor allem be-klagt. Zwischen deu Staaten mit gelbem und denen mitweißem Geld ist die Regelung von Zahlungen schwierigund unsicher geworden. In dem Maße als der Unter-schied zwischen dem Werte des Goldes und dem des Silberswächst, entsteht daraus ein wachsender Schaden für die-jenigen, welche Zahlungen vom Orient nach dem Occideuthin zu leisten haben. Die indische Regierung, welcheSchuldnerin Englands ist, sieht das Gewicht ihrer aus-wärtigen Verpflichtungen mit jedem neuen Sturze desKurses schwerer werden, und seine Finanzen gehenthatsächlich bergab.") Die englischen Offiziere und Be-amten, welche ihre Ersparnisse von Calcntta oder

*) Man vergleiche den Vndgctentwurf, der jüngst am 23. Märzim Gesetzgebenden Rat von Calcntta von Sir David Varbour vor-gelegt wurde.Unsere finanzielle Lage", sagte dieser Staatsmannist dem Kurse auf Gnade und Ungnade überliefert' ein neuerNiedergang um einen Pennn würde ein Deficit von dreißig MillionenRupien über uns verhängen, ein Steigen um den gleichen Betragwürde die bestehenden Schwierigkeiten beseitigen".