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Die Stichworte der Silberleute / Ludwig Bamberger
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Bombay nach London hin schaffen, sehen sie unterwegsan der Sonne schmelzen, und da man ihnen bis jetztdie Vermehrung ihrer Bezüge verweigert hat, welcheallein diesen Rechnungsfehler ausgleichen könnte, sosind sie unzufrieden. Die Lage ist nicht besser für dieeuropäischen Kapitalisten, welche in Tonkin oder in Chinaindustrielle Unternehmungen gegründet und nachdem sie69 oder 50 Pencc für das Silber bezahlt haben, das siedort hin trugen, Silber im Werte von nicht mehr als38 oder 39 Pence wieder einkassieren. Der asiatischeProducent und der Händler, welcher ihm seine Produkteabkauft, um sie nach Liverpool oder Lyon zu führcu, habennicht dieselben Sorgen; aber dafür haben sie andere, und mankann sich die Entmutigung des französischen Seidenfabrikantenerklären, wenn er, noch bevor die Ladung, welche er er-wartet, den Kanal von Suez passiert hat, sich einem Ver-luste gegenübersieht, weil der Kurs der Seide und derKurs der Nupie wieder in gleicher Richtung zurückge-gangen sind.

Die vierte Gruppe wäre die zahlreichste von allen,wenigstens bei uns, wenn es wahr wäre, daß unsere ganzeLandwirtschaft dazu gehören müßte und ebenso unsereIndustrie. Hier handelt es sich nicht mehr bloß um dieindirekte Prämie, mit welcher der Kurs die fremdländischemProdukte zu begünstigen im Stande ist, Nahrungsmittel, Textil-oder andere Waren, welche aus Ländern mit Silbergeldkommen. DieserGefahr haben dieTarife vom12.Jannar 1892hinreichend vorgebeugt. Es handelt sich vielmehr um jenenallgemeinen Niedergang der Warenpreise, der, wie mausagt, lediglich die notwendige Rückwirkung eines wirklichenMehrwertes des Goldes ist, mit welchem wir die Warenbezahlen. Und warum dieser Mehrwert des Goldes, dieseg,xxröoiÄtou ok Zolä", wie die Engländer sagen? Weil