Das Gebiet der Stadt
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einein Rücken vereinigten Ouirinalis und Vhninalis, „Hügel“, —colles -—, hießen; eine Unterscheidung, welche sich also nicht aufdie Höhe bezog.
Zu diesen sieben Hügeln kommen noch am Nordende:
1) Der Pincius , bis 65 m ü. M., von der altern antikenStadt gänzlich ausgeschlossen; er reicht nahe an den Tiber , vondem er sich südöstlich hinziehend entfernt, und ist durch diePiazza Barberini vom Quirinal geschieden; schon in antiker Zeitbekleideten ihn herrliche Gärten.
2) Am rechten Ufer des Tiber : der Vaticanus, bis62 m ii. M. bei Porta Portese, dem Pincius östlich gegenüber.Hier liegt die Peterskirche, deren Kuppelspitze 151 m ii.M. auf-steigt.
3) Nahe am Fluß vor dem Vaticanus vortretend, hebt sich derhohe Janiculus bis 84 m ii. M. (bei Porta S. Pancrazio) em-por, mit S. Pietro in Montorio und der Acqua Paola. Er zieht sichfast in der ganzen Breite der alten Stadt südlich hin und läuft demAventin gegenüber in die Ebene aus.
Der Tiber, noch ehe er Rom erreicht, wendet sich der linkenHügelkette zu und läßt zwischen seinem Ufer und der Vatikan-höhe eine Ebene offen, den antiken ager Vaticanus, später mit derLeostadt; dann biegt der Fluß westlich aus und strömt dem Nord-ende des Janiculus zu, von diesem ab einen Bogen zur Südwestseitedes Kapitols beschreibend; in dieser weiten Ebene zwischen demTiber und dem Pincius, Quirinalis und Capitolinus lag der größteTeil des Campus Martius , den der Hauptteil der jetzigenStadt einnimmt, dessen südliche Seite der ehemalige Circus Fla-minius bildete.
Diesseits des Kapitols teilt sich der Tiber in zwei Strömun-gen, welche die Tiberinsel umziehen, wendet sich hier vom Jani-culus weit ab, und unterhalb des Aventinus ihm wieder zu; soentsteht die untere Ebene am rechten Ufer, das transtiberinischeGebiet (Trastevere ).