Roms Kriege bis zum Jahre 91 v. Chr.
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in den Annalen der Geschichte vielleicht einzig dasteht“. (ThMommsen ), gelang es dem Konsul G. Lutatius Catulus durchseinen Sieg (241) bei der Insel Ägusa, die Entscheidung herbei-zuführen. Der Friede folgte unmittelbar.
Karthago mußte Sicilien abtreten und 3200 Talente zahlen.
Roms Seemacht hatte die Karthager gezwungen, von dem seitüber 400 Jahren innegehabten Bergfestungen herabzusteigen, vonderen Mauern alle Stürme der Hellenen erfolglos abgcpralltwaren.
Im Jahre 218 v. Chr. kam der zweite Punische, der ,,Hanni-balische Krieg“ (218—201) zum Ausbruch.
Das Signal gab Hannibals (246—183, Sohn des PlamilkarBarkas, seit 220 Oberfeldherr des Heeres in Spanien ) Angriffauf die mit den Römern verbündete spanische Stadt Saguntum (nördlich von Valencia). Hannibal eroberte die Stadt und kamdamit den Römern, die den Krieg nach Spanien verlegen wollten,zuvor. Mit einem kühnen, viel bewunderten Marsch über diePyrenäen durch Südgallien und die Alpen brach er (Oktober 218)in Italien ein.
Während des italischen Krieges kämpften die Römer auchin Spanien, wo Hannibal seinen Bruder Hasdrubal als Oberbe-fehlshaber zurückgelassen hatte, tapfer.
Aus den nunmehr folgenden Kriegsjahren, in deren VerlaufHannibal schließlich (203) nach Afrika zurückgerufen und daskarthagische Heer in der Entscheidungsschlacht von Zama (202)vernichtet wurde sind kennzeichnend die Hannibalischen Siege amTrasimenischen See mit dem ihnen folgenden panischen Schreckenin Rom, 216 die Schlacht bei Cannae in Apulien , der Tod der bei-den Scipionen, Gnaeus und Publius Cornelius, in Spanien (211) indemselben Jahr der Zug des Hannibal nach Rom (,,ad portas“)und die Reihe der Siege des jungen P. Cornelius Scipio, darunterdie Schlacht bei Sena Gallica (207).
Einen entscheidenden Wendepunkt hatte die Übernahme desspanischen Oberbefehls durch den jungen Publius Cornelius Sei-