114 Von der Abschaffung des Königtums bis 91 v. Chr.
dete sich der Krieg nach Kleinasien zurück, wo er durch dieSchlacht bei Magnesia (unweit Smyrna ) beendigt wurde, in wel-cher das römische Landheer unter L. Cornelius Scipio den An-tiochos entscheidend schlug. Vorher waren die auf Seiten desAntiochos kämpfenden Flotten vor der Mündung des Eurymedon(kleinasiatische Südküste) und an der kleinasiatischen Westküstein der Nähe von Ephesus besiegt worden. Bei dem Friedens-schluß mußte Antiochos Kleinasien bis zum Taurus abtreten, seineKriegsschiffe (bis auf zehn) ausliefern und sich verpflichten, in12 Jahren 15000 Talente (etwa 70 Millionen Mark) zu zahlen.
An diesem Kriege nahm auch der von Rom mit unerbittli-chem Haß verfolgte große Hannibal in besonderer Weise teilWährend er nach der Beendigung des Krieges 201 in karthagi-schem Staatsdienst stand, wurde er verdächtigt, Intrigen gegenRom zu spinnen. Zu deren Untersuchung entsandte der römi-sche Senat eine Kommission nach Karthago. Hannibal mußtefliehen, um sein Leben zu retten. Er fand Schutz bei König An-tiochos III. und wurde nicht nur Berater, sondern auch Flotten-befehlshaber des Antiochos. Erfolglos riet er dem Antiochos,einen Einfall in Italien zu unternehmen. Auch sonst fand seinRat keinen Boden. Seine Flotte war es, welche am Eurymedonbesiegt wurde. Im Friedensschluß verpflichtet sich Antiochoszur Auslieferung Hannibals an Rom. Hannibal entfloh zumKönige Prusias von Bithynien . Von diesem an die ihn auch dort-hin verfolgenden Römer verraten, gab er sich 183, siebenund-sechzigjährig, durch Gift, welches er stets bei sich trug, selbstden Tod.
Die dem Antiochos diktierten Friedensbedingungen warenausdrücklich der Ratifikation des römischen Volkes Vorbehaltenworden, für deren Einholung, 189, Gesandte nach Rom geschicktwurden. Senat und Volk genehmigten auf dem Kapitol die Frie-densbedingungen mit nur unwesentlichen Änderungen.
L. v. Ranke (Weltgeschichte II 1 S. 342) bemerkt zu diesemVorgang: „Es war noch ein Moment im Leben Scipios, daß er