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der überwundenen Welt, stehend und mit der Inschrift „demHalbgotte“, errichtet werden sollte, daß er im Senat immer nebenden Konsuln auf einem curulischen Stuhle sitzen, daß er bei denöffentlichen Spielen das Zeichen zum Beginn geben sollte.
Caesars Stellung als Beherrscher von Rom trat in der groß-artigen Freigebigkeit, mit der er die üblichen Spiele veranstaltete,und in den Geschenken, die er seinen Soldaten, und, wenn auch ingeringerem Maßstabe, seinem Volke spendete, hervor.
Nicht weniger als 65 000 Talente (etwa 90 Millionen Taler)und 2822 goldene Kronen, 20 414 Pfund Goldes an Wert, wurdebei den verschiedenen Triumphen zur Schau gestellt.
Bei den Spielen, die dem Triumph folgten, wurden bei denJagden (venationes), welche 5 Tage dauerten, 400 Löwenauf den Kampfplatz gebracht, es wurde ein großes Land- undSeetreffen aufgeführt, zu welchem letzteren jenseits des Tiber ein besonderes Becken ausgegraben und mit Wasser gefüllt wurde.Die Straßen der Stadt und der Markt wurden zum Schutz gegendie Sonne mit einem Baldachin von serischer Seide (die damalszuerst in Rom eingeführt wurde) bedeckt.
An Geschenken empfing von den Soldaten (abgesehen vonden Ländereien, die unter sie verteilt wurden) jeder Gemeine5000 Denare (über 1000 Taler), jeder Centurio 10000, jederTribun oder Reiteranführer 20000; unter das Volk aber wurdeeine Spende von je 100 Drachmen auf den Kopf verteilt. Unddazu kam endlich für das Volk noch ein Geschenk von 10 Schef-fel Getreide und 10 Pfund öl für den Mann, ein Mieterlaß undein großes Mahl, bei welchem es an 22000 Tischen u. a. auch mitMuränen und mit Falerner- und Chierwein bewirtet wurde.“
X.
Viele persönliche Ehrungen, wie die Verleihung des Titels„Vater des Vaterlandes “, die Benennung des Geburtsmonates desImperators als Julius, die Aufstellung der Statue Caesars aufdem Capitol als achte neben den sieben Königen, kennzeich-nen den innerlichen Triumph Caesars im Kampf um sein Ziel:die Besiegung der Republik .