Baugescliichte der Stadt von 14 n. Chr. bis Diokletian 341
len) wurde wenige Zeit später ein gleichfalls dem Militärlebendienender Bau, das „Amphiteatrum Castrense“ errichtet, welchesgleichfalls in dem Verlauf der Aurelianischen Stadtmauer , unterPorta Asinaria lag.
Caligula hat den kaiserlichen Palastbauten auf dem Palatin mehrere Bauten hinzugefügt, welche von seinem Nachfolger be-seitigt wurden: eine Kette von Plallen und Häusern, welche diePalastbauten mit dem Tempel des Castor und Pollux am Fußedes Palatin verbanden, dazu einen hoch noch über die Häuser undTempel des Tales hinweggehenden Viadukt zum Kapitol. Nebendem Palaste auf dem Palatin erbaute Caligula einen Tempel, dener sich selbst weihte und den er mit seinem goldenen Abbildschmückte.
Ein nicht geringes Verdienst des Caligula war es, daß erden bestehenden Aquaedukten zwei neue hinzufügte, welche seinNachfolger Claudius im Jahre 52 als „Aqua Claudia“ und „AnioNovus“ vollendete. Die erhaltenen Ruinen an und vor der PortaMaggiore zeigen noch heute die Großartigkeit des Werkes.
Zwei weitere Werke des Wasserbaues knüpfen sich an denNamen des Claudius: ein Hafenbassin bei Ostia , nördlich derTibermündung, mit Molen, einem Leuchtturm und einem Kanalzum Tiber (ausgeführt 42 bis 46 n. Chr.), sodann ein Abzugs-kanal (Emissär) vom Fuciner See , dem gefährlichen Sammelbek-ken der Apenninischen Gebirgswässer, in den Tiber . An diesemWerk arbeiteten über 10 Jahre lang 30 000 Menschen. Von gro-ßer Wichtigkeit war es auch, daß Claudius die Wasserleitung derAqua Virgo, welche Caligula abgeschnitten hatte, wieder her-stellte.
Eine der Entwicklung des Stadtteiles auf dem Aventinusdienende Maßnahme des Claudius war es, daß der Kaiser diesenHügel in das sakrale Stadtgebiet (Pomoerium) einbezog.
II.
Im zehnten Jahr der Regierung Neros, am 19. Juli desJahres 64 n. Chr., brach in Rom eine Feuerbrunst aus, welcheals größtes Brandunglück aller Zeiten unter dem Namen des Ne-