Teil eines Werkes 
1 (1931) Von der ältesten Zeit bis auf Kaiser Konstantin
Entstehung
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356 Baugeschichte der Stadt von 14 n. Chr. bis Diokletian

Septimi Severi) nebst Septizonium (das heißt Palast an derSüdostfront des Palatins nebst vorgebautem mehrstöckigem, breit-frontigen Prachtgebäude als südöstlicher Abschluß und als Ver-bindung der Palatinischen Höhe gegen die Talsohle des CircusMaximus ), Thermen in der Nähe der Porta Capena mit unbe-kannter Lage, mehrere Anlagen auf dem rechten Tiberufer (Ger-bereien, Bäder, Porta Septimiana), Triumphbogen am Capitoli-nischen Clivus, Ehrenpforte am Forum Boarium (Arcus Argen-tariorum).

Caracalla: Thermen, welche 212 begonnen und 222 vonAlexander Severus vollendet wurden, daher mit RechtThermaeAntoniniane genannt, Aqua Marcia, das heißt Verstärkung die-ser Wasserleitung durch den sogenannten Fons Antoninianus,Via Nova (gerade Straße vom Circus zu den neuen Thermen).

Heliogabalus: Tempel des Syrischen Sonnengottes und derKarthagischen Astarte auf dem Palatin (Elagabolum"), soge-nannter Varianischer Circus in den Gärten des Kaisers, öffent-liche Bäder.

Alexander Severus : Diaeta Mammaea (Gerichtsgebäude)auf dem Palatin, ferner eine Basilika auf Marsfeld und Esquilin .

Aurelianus: Stadtmauern, Sonnentempel am Quirinal .

Probus (276282): Vollendung der Stadtmauern.

Diocletianus: Thermen, geweiht 305, gebaut von Maximian und Diocletian .

Von diesen Bauten sind, wenn man ihre Bedeutung summa-risch würdigen will, als für dieStadtgeschichte am wichtigsten dieAurelianischen Stadtmauern zu bezeichnen, während am berühm-testen und prächtigsten die Antoninianischen und die Diocletiani-schen Thermen waren. Die Palatinischen Palastbauten des Sep-timius Severus bilden den baulich und künstlerisch großartigenAbschluß der Baugeschichte von 1000 Jahren des Palatin , eineeinzig dastehende Besiegelung der römischen Kaiserpracht.

Die Errichtung der der Syrischen Gottheit gewidmeten Son-nentempel ist die kulturhistorisch sensationellste Erscheinung inden Neubauten der Periode. Der Einbruch orientalischer Kultur