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Baugeschichte der Stadt von 14 n. Chr. bis Diokletian 357
in die italische Welt, welcher mit der Überführung des heiligenschwarzen Steins aus dem Tempel von Emesa in Syrien in denSonnentempel auf dem Palatin sich vollzog, gab der römischenNational- und Staatsreligion den Rest. Auch die Erbauung der„Diaeta Mammaea“, der nach des Severus’ afrikanischer Mutterbenannten Gerichtshalle auf dem Palatin (222 v. Chr.) ist fürjenen Einbruch bezeichnend. Von dem „traurigsten Herrscherdieser traurigen Periode“ (Reumont) dem Kaiser Galiienus(260—268), welcher die sog. Licinischen Gärten auf der Höhe desEsquilins zu seinem Lieblingsaufenthalt erkoren hatte, und vonwelchem heute die Ruine des „Arco di Gallieno“ (bei der PiazzaVittorio Emanuele II.) Zeugnis gibt, wird berichtet, er habe aufder Spitze des Esquilin sein kolossales Abbild in der Gestalt desSonnengottes, zweifach so groß wie der 46 Meter hohe Koloß desNero, als das Wahrzeichen Roms errichten wollen.
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