Teil eines Werkes 
1 (1931) Von der ältesten Zeit bis auf Kaiser Konstantin
Entstehung
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370 Die Stände und das Volk. Stadtbild und Stadtleben

III. Porta Collina Vicus Longus. (PortaPia, Via XX Settembre, Via del Quirinale, Piazza del Quirinale, Via Dataria, Scanderberg, Via Panatteria, Via del Tritone).

IV. Vicus Longus Porta SanqualisAlta Semita Porta Collina Porta Sala-r i a. (Via del Tritone, Via S. Basilio, Via Sallustiana, PortaSalaria) .

V. Porta Salaria P,o r t a P i n c i a n a, ViaP i n c i a n a (Via Salaria, Via Boncompagni, Via Ludovisi,Via di Porta Pinciana, Via Capo le Case, Via Due Macelli, Viadei Condotti Corso).

Die Durchwanderung dieser Straßen in der vorstehendenReihenfolge ist ein Zickzackmarsch in 5 etwa gleichen Kehrwen-dungen. Jede der 5 Linien ist etwa 2 km lang. Die vier erstendieser Straßenlinien können wir mit den Stichworten der altenStraßennamen: Subura, Vicus Patricius, VicusLongus, Alta Semita bezeichnen, die Straßennamen fürdie fünfte Linie, welche im heutigen Verkehr die direkte Verbin-dung von der Porta Pia zum Corso herstellt, fehlen uns.

Bevor wir verabredetermaßen um 9 Uhr unseren Führer ander Porta Esquilina treffen, sind wir vor die heutige Porta Mag-giore, die alte Porta Praenestina , hinausgewandelt, um den ausder Campagna hereinkommenden sowie den von den Bergen her-abkommenden Landleuten mit ihren Vieh-, Geflügel-, Gemüse-,Obsttransporten auf großen zweirädrigen Karren und großenstierbespannten Wagen, mit ihren Eseln und Maultieren, zu be-gegnen. Draußen an der Landstraße, dort wo der Weg von Prae-neste (Palestrina) und von Velitrae (Velletri ) sich treffen, neh-men wir unser erstes Frühstück (ientaculum) in einer Fuhr-mannswirtschaft ein, in deren Nähe eine Wagenburg aufgefah-ren ist. Wir genießen dickschalige süße Trauben, kleine dunkleFeigen, treffliches Weißbrot aus der benachbarten Feldbäckerei,jungen Albanerwein. Bald brechen wir von der Via Labicana