370 Die Stände und das Volk. Stadtbild und Stadtleben
III. Porta Collina — Vicus Longus . — (PortaPia, Via XX Settembre, Via del Quirinale, Piazza del Quirinale ,Via Dataria, Scanderberg, Via Panatteria, Via del Tritone ).
IV. Vicus Longus — Porta Sanqualis —Alta Semita — Porta Collina — Porta Sala -r i a. — (Via del Tritone, Via S. Basilio, Via Sallustiana , PortaSalaria).
V. Porta Salaria — P,o r t a P i n c i a n a, ViaP i n c i a n a — (Via Salaria, Via Boncompagni, Via Ludovisi ,Via di Porta Pinciana, Via Capo le Case , Via Due Macelli, Viadei Condotti — Corso ).
Die Durchwanderung dieser Straßen in der vorstehendenReihenfolge ist ein Zickzackmarsch in 5 etwa gleichen Kehrwen-dungen. Jede der 5 Linien ist etwa 2 km lang. Die vier erstendieser Straßenlinien können wir mit den Stichworten der altenStraßennamen: Subura , Vicus Patricius, VicusLongus, Alta Semita bezeichnen, die Straßennamen fürdie fünfte Linie, welche im heutigen Verkehr die direkte Verbin-dung von der Porta Pia zum Corso herstellt, fehlen uns.
Bevor wir verabredetermaßen um 9 Uhr unseren Führer ander Porta Esquilina treffen, sind wir vor die heutige Porta Mag-giore, die alte Porta Praenestina , hinausgewandelt, um den ausder Campagna hereinkommenden sowie den von den Bergen her-abkommenden Landleuten mit ihren Vieh-, Geflügel-, Gemüse-,Obsttransporten auf großen zweirädrigen Karren und großenstierbespannten Wagen, mit ihren Eseln und Maultieren, zu be-gegnen. Draußen an der Landstraße, dort wo der Weg von Prae-neste (Palestrina) und von Velitrae (Velletri ) sich treffen, neh-men wir unser erstes Frühstück (ientaculum) in einer Fuhr-mannswirtschaft ein, in deren Nähe eine Wagenburg aufgefah-ren ist. Wir genießen dickschalige süße Trauben, kleine dunkleFeigen, treffliches Weißbrot aus der benachbarten Feldbäckerei,jungen Albanerwein. Bald brechen wir von der Via Labicana