Teil eines Werkes 
2 (1933) Von der Zeit des Kaisers Konstantin bis auf die Neuzeit
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Die Griechen im Mittelmeer

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verdrängt wurden. Die Griechen begannen ihre Siedlung mitder Anlegung der Stadt Naxos , an der Ostküste, am Fuße desÄtna, nahe der Stelle des heutigen Taormina (736 v. Chr.).Schnell hinter einander und in großer Zahl folgten weitere Grün-dungen, zum Teil an der Stelle phönizischer Siedlungen. Diebedeutendsten sind: Zankle (Messina), 729 v. Chr. Katane (Ca-tania), 735 v. Chr. Svracusae (Siracusa ) an der Ostküste, fer-ner an der Südwestküste: 582 v. Chr. Akragas (Girgenti), ander Westküste: Lilybeion (Marsala), Drepanum (Trapani ), ander Nordküste: Panormos (Palermo), Himera (Termini), imInnern: Kenturipai (Centorbi), Enna (Castro Giovanni).

Die rasch sich entwickelnde wirtschaftliche Blüte dieserStädte hinderte nicht sondern veranlaßte im sechsten und im An-fang des fünften Jahrhunderts heftige Parteikämpfe. Diese führ-ten zunächst in den einzelnen Städten, dann in der Form derHegemonie der Stadt Syrakus über alle diese Städte, zur Tyran-nis des geeinigten Siziliens , und zwar mittelst der unter Gelonvon Syrakus im Jahre 480 in der Schlacht bei Himera erfolgtenBesiegung der mit den Persern verbündeten Karthager, welcheübrigens ihre Städte auf der Insel, darunter Panormos (Palermo )behielten.

Die von 480 bis 478, durch Gelon, 478 bis 467 von Hieron I. geübte Tyrannis führte zu einer oligarchischen und ochlokrati-schen Reaktion, welche die Städte schwächte und zeitweise denKarthagern die Herrschaft über Sizilien verschaffte. In denJahren 427 bis 413 fanden starke und hartnäckige aber erfolgloseVersuche des athenischen Staates statt, die Herrschaft über Si-zilien zu gewinnen. Darauf gelang es dem Tyrannen Dionysiosvon Syrakus die sizilischen Griechen zur Abwehr der Karthagerzu vereinigen. Er herrschte von 406 bis 367. An seinem Hofeverweilte auf Veranlassung seines Schwagers Dion eine Zeit langder große Grieche Plato , welcher im Verein mit Dion den367344 regierenden Dionysos II. leitete.

Neue Kämpfe mit den Karthagern führten die nachfolgen-den Könige dazu, fremden Schutz zu suchen. Von 278276übte König Pyrrhus von Epirus diesen Schutz aus.