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glücklichen Kriege gegen Etrusker, Gallier, Samniter in Notund Kampf versetzt. Sie waren an die Wahrnehmung derLebensinteressen Roms im Territorialbereich der italischen Halb-insel gebunden. Der streng abgeschlossene, auf Hingabe an dienächstliegenden Gebote eingestellte nationale Sinn ließ wederdie innere Annäherung an die hellenistische Welt des Mittel-meeres noch die Aufnahme äußerer griechischer Kulturele-mente zu.
Noch weniger war die Pflege des Seewesens über das Maßder maritimen Verteidigung hinaus möglich.
Der Gesichtspunkt der maritimen Verteidigung enthielt allerdings einen von den Römern niemals ganz preisgegebenenKeim zur Entwicklung nationalrömischen Seewesens und römi-scher Seegeltung.
Diese Entwicklung erfolgte schließlich mit der Gesetzmä-ßigkeit historischer Evolution.
Die nächste Etappe auf dem Weg zu dieser Entwicklungwar der Sturz der etruskischen Seemacht durch den Seesieg derSyrakusaner unter König Hieron I. bei Cumae im Jahre474 v. Chr,
In derselben Richtung wirkten dann die Erfolge der Karthager gegenüber den sizilischen Griechen, wodurch Syrakus zueiner Seemacht zweiten Ranges herabgedrückt wurde.
Im Jahre 350 trieben es die Seeräuber so weit, daß eineRäuberflotte die latinische Küste plünderte, während gallischeHaufen das latinische Land verwüsteten.
Dies war für Rom unerträglich. Aber nur langsam, lang-sam kam Rom mit der Abhülfe vorwärts.
Im Jahre 338 endlich wurde das gefährliche Antium zurrömischen Kolonie gemacht. Die brauchbaren Galeeren Antiumswurden in die römischen Docks abgeführt. Den BewohnernAntiums wurde jeder Seeverkehr untersagt. Die Rostra derübrigen Schiffe wurden auf dem römischen Forum aufgestellt.Im Jahre 329 wurde Terracina, 326 Neapolis römisch.
Im Jahre 309 wirkte eine römische Kriegsflotte bei der Be-lagerung der kampanischen Stadt Nuceria mit’. Im Jahre 306
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