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wurde der römisch-karthagische Schiffahrtsvertrag erneuert.Dazu trat im Jahre 279 nach der Schlacht bei Asculum einrömisch-karthagisches Kriegsbündnis. Die im Jahre 312 ge-baute Via Appia wurde im Jahre 275 bis Brundisium (Brindisi )fortgeführt. Im Jahre 273 wurde Paestum , 271 Brundisium,268 Ariminum (Rimini ) römisch.
Als organisatorische Instanzen für das Flottenwesen wur-den in Rom Duumviri navales und 4 Flottenquästoren, quaestoresclassici, eingesetzt (267). Endlich im Jahr 262 beschlossen dieRömer den Bau einer großen Schlachtflotte.
Unter C. Duilius wurde im Jahr 260 bei Mylae der ersteSeesieg über die Karthager errungen und zu dessen Andenkenauf dem römischen Forum die Columna rostrata errichtet.Th. Mommsen bemerkt dazu: „Rom war plötzlich eine Seemachtgeworden.“
Der im Jahr 264 begonnene Krieg wurde 241 dur.ch denSieg der Römer über die karthagische Flotte bei den aegati-schen Inseln, vor der sizilischen Westküste bei Lilybaeum, mitdem Erfolg beendigt, daß der größere, westliche Teil Siziliens römische Provinz wurde. Drei Jahre spater wurden Sardinien und Korsika zu einer römischen Provinz vereinigt.
Der zweite punische Krieg (218—201) führte zu der denKarthagern auf erlegten Verpflichtung, ihre Inseln im Mittelmeer an Rom abzutreten, ihre Kriegsschiffe bis auf 10 zu verbrennen,ohne Erlaubnis der Römer keinen Krieg zu führen.
In dem mazedonischen Krieg 200 ff. erklärte (196) derKonsul C. Quinctius Flaminius bei den isthmischen Spielenkraft Senatsbeschlusses die bisher dem mazedonischen Königuntertänigen Griechen für frei.
Im Jahre 146 wurde die Stadt Korinth von den Römern ein-genommen und zerstört. Die Kunstschätze wurden nach Rom geschickt, die Einwohner als Sklaven verkauft, das Stadtgebietfür römisches Gemeindeland erklärt.
Die übrigen griechischen Städte wurden in verschiedenerWeise, aber durchweg mit Milde behandelt.
Im Jahre 27 v. Chr. machte Augustus Griechenland unterdem Namen Achaja zur Provinz.