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lust an Bürgern eure Herrschaft mit Scham erfüllen, ja mit Auf-lösung bedrohen. Ihr würdet erschrecken über eure Vereinsa-mung und das um euch entstandene Stillschweigen.“
Je genauer man die Erscheinungen des Christentums in denersten zwei Jahrhunderten kennen lernt, umso klarer wird zweier-lei, womit wir die Betrachtung jener Richtung beschlie-ßen, erstens daß die christliche Bewegung in den Provinzen unver-gleichlich stärker war als in Rom , zweitens daß die in den Pro-vinzen das Leben der Christengemeinden in hohem Maß durch-setzenden Glaubensstreitigkeiten und Glaubensspaltungen, wobeiinsbesondere der Gnosticismus dem Christentum gefährlichwurde, in der Stadt Rom eine geringere Spannung auslösten. InRom blieben die Christen ruhiger, mehr dem Sinn des Justinusals dem des Tertullianus entsprechend.
IV.
Der Bedeutung des weltbewegenden Problems, welches in derAntithese „Rom und Christentum“ beschlossen liegt, entsprichtes, wenn wir, bevor wir zur Erörterung weiterer Einzelheitenschreiten, einen Standpunkt zu gewinnen suchen, dessen Blick-weite das ganze Problem „Christentum, römisches Imperium,Papstkirche“ umfaßt.
Einen, diesem Horizont pn t sp r echendten gesell ich ts wissen-schaftlichen Standpunkt, zu welchem hiermit Bekenntnis abgelegtsei, finden wir bei Leopold von Ranke .
Leopold von Ranke hat seiner Auffassung folgendermaßenAusdruck gegeben.
Jesus Christus war in einer Nation geboren, die sich durchein einseitiges strenges Ritualgesetz von allen anderen am ent-schiedensten absonderte, die sich aber das unermeßliche Verdiensterwarben, den Monotheismus, den sie von Anbeginn bekannte, un-wandelbar festzuhalten, sich ihn nie entreißen zu lassen. Aus demVolke, das bisher durch uniibersteigliche Schranken der Gesin-nung und der Sitte von allen anderen getrennt war, erhob sichmit der Kraft der Wahrheit ein Glaube, der sie alle einlud und