Teil eines Werkes 
2 (1933) Von der Zeit des Kaisers Konstantin bis auf die Neuzeit
Entstehung
Seite
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bis zum Jahr 250 481

keiten über die göttliche Dreieinigkeit, den Glauben an die wahreGottheit Jesu Christi , und daß nicht der Vater, sondern derSohn für uns gestorben ist. Als der Bischof Dionysius vonAlexandrien, der 248264 die große Gemeinde der ägyptischenHauptstadt leitete, in einer Schrift den Sohn Gottes ein Ge-schöpf des Vaters genannt hatte, wurde er darüber vom PapsteDionysius (259268) zur Rechenschaft gezogen; er erkannteohne weiteres das Recht seines römischen Amtsgenossen in die-ser Hinsicht an und nahm den Ausdruck zurück, indem er eineganz rechtgläubige Erklärung iseiner Lehrauffassung gab, dievom römischen Bischof anerkannt wurde.

VI!.

Hinsichtlich der ältesten gottesdienstlichen Stätten der rö-mischen Gemeinde wird von de Waal zusammenfassend mit-geteilt:

In der ersten Zeit ihres Bestehens besaß die Christen-gemeinde der Hauptstadt keine eigenen Gebäude für die gottes-dienstlichen Versammlungen. Zur Zeit der Apostel und in denfolgenden Dezennien bis gegen Ende des 2. Jahrhunderts kamendie Gläubigen Roms zusammen in den großen Sälen der Privat-häuser wohlhabender Mitbrüder, um dort die gemeinsamen litur-gischen Versammlungen abzuhalten. Seit dem Ende des zwei-ten Jahrhunderts erhielt jedoch die stadtrömische Gemeindenach und nach mehrereHäuser der Kirche, die Eigentum derChristengemeinde waren und nun ausschließlich für die kirch-lichen Zwecke verwandt und dementsprechend eingerichtet wur-den. Die meisten dieser Häuser gingen wohl durch Schenkungin den Besitz der römischen Gemeinde über. Sie behielten denNamen der früheren Besitzer, der gewöhnlich in einer Inschrift(titulus) über dem Eingänge verzeichnet war; und so nannteman diese Kirchengebäude nach diesen NamenTitulus Puden-tis, (später S. Pudenziana ),Titulus Clementis,TitulusCaeciliae. Es sind dies fast alle heute noch bestehenden Titel-kirchen Roms. Einige der größeren Räume dieser Häuser derKirche dienten für die gottesdienstlichen Versammlungen und