bis zum Jahr 250
483
zum Taufen und Beichthören auf die Peterskirche angewiesen,wie die der ersten auf S. Paul, die der dritten auf S. Lorenzo,welche Kirchen nebst der späteren liberianischen oder StaMaria maggiore die großen, außerhalb der Regionareneinteilungstehenden Patriarchal-Basiliken waren.“
IX.
Zum Schluß dieses Kapitels sei auf jene schöne christlicheEpisode im heidnischen Rom hingewiesen, welche sich an denNamen des Senators Pudens und der beiden Heiligen S. Praxe-dis (Santa Prassede) und S. Pudenziana knüpft. Die Zeit istungewiß, liegt mit ihrem Beginn aber im ersten Jahrhundert.
Im Vicus Patricius in der esquilinischen Region, dort wodie Kirche Santa Pudenziana , nahe der jetzigen Kirche in dervia S. Prassede, bei Santa Maria Maggiore liegt, bewohnte derSenator Pudens ein großes vornehmes Haus. Dorthin soll erden Apostel Petrus, welcher bis dahin in Trastevere unterge-bracht war, eingeladen haben. Jahrelang soll dann der Apostelsein Gast gewesen sein, der den Pudens und seine Familie be-kehrte: die Töchter (oder nach anderer Wendung Nichten)Praxedis und Pudenziana, deren Bruder Novatus und die MutterSebinella.
Sein Haus stellte Pudens mit dem „titulus“ den Christenzur Verfügung.
Praxedis und Pudenziana beerbten den Pudens mit einemsehr reichen Erbe. Sie erwiesen armen Kranken zahllose Wohl-taten, nahmen notleidende Christen bei sich auf, besuchtenHilflose und Leidende. Zahlreiche Märtyrer sollen sie begra-ben und deren Blut mittels eines Schwammes in Gefässen ge-sammelt haben, die sie in einen Brunnen an ihrem Hause leerten.Sie scheuten keine Gefahr. Es widerfuhr ihnen indessen keiner-lei Leid. Sie starben, von jedermann verehrt, friedlich in ih-rem Hause.