Teil eines Werkes 
2 (1933) Von der Zeit des Kaisers Konstantin bis auf die Neuzeit
Entstehung
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Er selbst übernahm alsAugustus einen dieser vier Reichs-teile, nämlich den Orient und Thrakien .

Den zweiten Teil, die illyrischen Provinzen übergab er sei-nem Mitregenten und Schwiegersohn Galerius (alsCaesar),mit der Residenz Sirmium an der Save.

Den dritten Teil, Italien, Afrika und die Inseln erhielt seinalter Waffengefährte und Mitregent Maximianus (alsAugu-stus, mit der Residenz Mailand ).

Den vierten Teil, welcher die Provinzen Gallien, Britannien umfaßte, erhielt der Schwiegersohn des Maximianus, Constan-tius Chlorus (alsCaesar, mit der Residenz Trier ).

Diokletian und Maximian hielten im Jahre 303 in Rom einen Triumph ab.

Im Jahre 305 dankten beide Kaiser ab. Diocletianus zogsich nach seiner Heimat Dalmatien zurück, wo er 313 starbConstantius und Galerius (bis dahinCaesares) wurden 305 alsAugusti Alleinherrscher.

An ihre Stelle trat im Westen im Jahre 306, von Volk undSenat in Rom freudig erwählt, Constantinus, der Sohn des Con-stantius, im Osten Maxentius , der Sohn des Maximianus. Diebeiden Kaiser bekriegten sich heftig. Am 29. Oktober 312 *)fand an der Milvischen Brücke (Ponte Molle) bei Rom (amroten Stein, saxa rubra) die Entscheidungsschlacht statt,in der Constantinus siegte. Maxentius ertrank auf der Flucht imTiber . Constantin erkannte den seit 31t von Nicomedia aus denOsten beherrschenden Licinius , seinen Schwager, als Mitkaiser an.In Mailand (313) verständigten sich beide Kaiser, und es ergingein Edikt zum Schutze der Christen (Duldungsedikt von Mai-land).

*) Der Schriftsteller Eusebius (264340), genannt Pamphili (nämlichamicus), seit 315 Bischof von Caesarea berichtet in seinem Leben Konstan-tins , daß diesem in den ersten Nachmittagsstunden ein Kreuz über der Sonneerschien, mit den griechischen Wortento6to> vtxot (damit siege), welchebekanntlich kirchlicher Wahlspruch geworden sind, in der lateinischen Über-setzung(In) hoc signo vincesIn diesem Zeichen wirst (oder sollst,) dusiegen.