nischen Truppen bestand, an Zahl dem feindlichen überlegen,nahm das Dreieck zwischen dem Tiber und den vordersten etrus-kischen Höhen ein, gegenüber der Mündung des Anio, mit demRücken an den Fluß gelehnt, während seine Vorposten zu denSaxa rubra reichten. Es heißt, Maxentius , der die Feier dessiebenten Jahrestages seiner Imperatorwürde beging, sei nochim Circus gewesen als der Kampf schon entbrannte, und nur dasGeschrei des unwilligen Volkes habe ihn bewogen zum Heere zueilen. Die Schlacht, die eine so große Entscheidung herbei-führen sollte, blieb nicht lange zweifelhaft. Constantins gallischeReiterei warf im ersten mächtigen Andrang die feindliche; seinefast völlig aus Soldaten der westlichen und nördlichen Provin-zen bestehende Streitmacht zeigte sich wie früher so auch dies-mal als die geübtere; er selbst in glänzender Rüstung war imvordersten Reitertreffen. Auf der ganzen Linie bis dicht an denFluß zog der Kampf sich hin. Überall gedrängt wichen dieFeinde. Nur die Prätorianer hielten aus mit dem Mute der Ver-zweiflung. Als Maxentius die tapfere Schar blutend erliegensah, wollte er den Rückzug über den Strom bewerkstelligen.Aber die Schiffbrücke brach zusammen und auf der milvischenBrücke entstand ein solches Gedränge, daß Reiter und Fußvolkin den Strom stürzten. Maxentius selbst wurde von seinemRosse fortgerissen und durch die schwere Rüstung hinabgezo-gen. Am folgenden Morgen wurde Maxentius ’ Leiche imSchlamm gefunden und sein auf eine Lanze gestecktes Hauptmachte den Römern die Niederlage kund. Gegen den Gefallenenließ sich die Pöbelwut aus.
Der Kaiser zog als Triumphator in Rom ein. Der Senatzog ihm entgegen. Der Adel, das Volk, Weiber und Kinderbejubelten den Sieger. Auch das Marsfcld war dicht erfülltvon jauchzendem Volk.
Die hauptsächlichen Anhänger des Maxentius verfielen demTod. Gegen alle Übrigen wurde Milde geübt. Die prätoriani-schen Cohorten wurden aufgelöst. Den Einzelnen wurde ihremilitärische Eigenschaft genommen. Die Binnenmauer ihres