Kapitel IV.
i.
oms Geschichte von 526 bis 568 soll, der grund-sätzlichen Aufgabe unserer Darstellung entspre-chend, lediglich als Lokalgeschichte erzählt werden.Auf die allgemeine Zeitgeschichte wird nur eingegan-gen, soweit dies unumgänglich nötig ist.
Den Hauptinhalt dieses Abschnittes der Zeitgeschichte bildetfür Italien das Ringen der Goten mit dem byzantinischen (griechi-schen) Kaisertum um die Herrschaft in Italien . Innerhalb die-ses Ringens ist das Hauptdrama die als „der gotische Krieg“(535—553) bekannte Reihe von Schlachten, Belagerungen, Feld-zügen, welche stattfanden zwischen einerseits den byzantinischenFeldherren Beiisar (f 548) und Narses (f 567), andererseits denGotenkönigen Vitiges (f 539). Totila (f 552), Teja (f 553).
Den örtlichen Mittelpunkt dieses mit der Vernichtung desGotenvolkes endenden Krieges bildete die Stadt Rom .
Das Vorspiel des Dramas war die Regentschaft der Ama-lasuntha (523—535), das Nachspiel das „Exarchat“ des Narses(553—567)- *)