Teil eines Werkes 
2 (1933) Von der Zeit des Kaisers Konstantin bis auf die Neuzeit
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Päpstliche Friedensvermittlung

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Kapitel V.

Päpstliche Friedensvermittlung.

i.

wei Umstände, welche von uns früher bereits mitge-teilt worden sind, seien an dieser Stelle noch einmalhervorgehoben, um die dreieckige Front Rom -Byzanz-Langobarden und das Verhältnis der Fran-ken zu diesem Dreieck ins Licht zu setzen.

Jene Umstände sind: erstens die Verbundenheit zwischenRom und den Franken auf Grund der katholischen Rechtgläubig-keit der Franken, zweitens die persönliche Verbundenheit zwi-schen Papst Gregor (590—604) und der LangobardenköniginTheodelinde , welche einen so gewaltigen Einfluß bei den Lango-barden hatte, daß daraus die Ablegung des Arianismus durch die-selben und der Übergang der Langobarden zur römisch-katholi-schen Kirche hervorging.

Aus diesen Kombinationen erklärt sich eine Reihe von Vor-gängen, welche während des Pontifikates Gregors des Großenstattfanden, dann aber vor allem der Gesamtverlauf des europäi-schen Großkampfes bis zur Gründung des Kirchenstaates imJahre 756.

Um letzteren Gesichtspunkt vorwegzunehmen, so liegt in derhervorgehobenen Kombination die Erklärung dafür, daß derFrankenkönig Pippin (751—768) die Langobarden nicht vernich-tete sondern nur beschi'änkte, ferner daß Pippin das von ihmeroberte Rom nicht dem byzantinischen Kaiser sondern dem Papstzur Verfügung stellte.

Ebenso erklären sich aus jenen Kombinationen die merkwür-digen Ereignisse der Jahre 584—593, welche hier kurz er-zählt seien.