732 Vom Einbruch der Langobarden bis auf Karl d. Gr.
Paschalis aus Nepi, und anderen Städten Tusciens, Truppen ge-sammelt, an die sich eine Schaar Landleute anschloß. „Siezogen durch das Tor St. Pancratius nach dem Hause Totos undwählten daselbst den vierten Bruder, den Constantinus, welcheraber ebenfalls Laie war, zum Papste. Bewaffnet führte ihn danndie Rotte nach dem Patriarchium des Laterans. Hier mußte derBischof von Präneste, ungeachtet der anfänglichen Weigerung,ihrem Geschöpfe zuerst die niederen Weihen und an dem folgen-den Tage in dem Oratorium des heiligen Laurentius, welches sichinnerhalb des Laterans befindet, Subdiakonat und Diakonat ertei-len. Dann mußte ihm das ganze Volk Treue schwören, und amfolgenden Sonntag (den 5. Juli 767) wurde dann Constantin inSt. Peter von dem Bischöfe von Praeneste unter Beistand derBischöfe von Albano und Porto zum Papste geweiht und zwarwieder gewaltsam in Mitte von Bewaffneten.“
Dreizehn Monate saß Constantin nichtsdestoweniger auf dempäpstlichen Stuhle.
Der byzantinische Kaiser war anderwärts zu sehr beschäf-tigt, um diese Gelegenheit zu Versuchen gegen Rom zu benützen.
In Rom erhoben sich die Gegner.
Es liegt folgende Berichterstattung über den weiteren Ge-schichtsverlauf vor.
Der angesehene Primicerius Christophorus sammt seinemSohne Sergius erhielten unter dem eidlich bekräftigten Vorwände,sie wollten ins Kloster gehen, die Erlaubnis, Rom verlassen zudürfen. Aber als sie in die Nähe des Klosters gelangt waren,bogen sie vom Wege ab und baten den Herzog Theodicius vonSpoleto, sie über den Po zu geleiten, um dort für die Befreiungdes päpstlichen Stuhles von dem Usurpator zu wirken.
Nachdem sie darauf bei Desiderius ihren Zweck erreichthatten, kehrten sie nach Rieti zurück. Sergius und ein PriesterWaldipertus sammelten ein Schaar von den Einwohnern von Rieti und Forconia und aus anderen Langobarden des HerzogtumsSpoleto, rückten gegen Rom und besetzten am 28. Juli 768 gegen